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Herren: Syke Bears – Linden Dudes

Syker Basketballer stoßen an ihre GrenzenBezirksoberligist muss sich den Linden Dudes deutlich mit 47:70 beugen und lässt dabei die notwendige Aggressivität vermissen

Syke. Es hat sich nicht viel geändert für die Basketballer des TuS Syke. Zum einen verlor das Team in der Bezirksoberliga Hannover erneut, diesmal mit 47:70 (23:36) gegen die Linden Dudes. Das war wiederum zu befürchten gewesen, schließlich ist der Gegner Tabellenzweiter. Zum anderen werden die Syker ihre Siege gegen andere Gegner holen müssen, und so kommt der Partie in knapp zwei Wochen beim SC Langenahgen deutlich mehr Bedeutung zu.

Gegen die Dudes aus Hannover scheiterten die Syker vor allem an ihrer Schwäche und mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive. „Wir haben uns an denen die Zähne ausgebissen“, kommentierte Trainer Achim Hollmann. Ein ums andere Mal starteten die Dudes schnelle und effektive Gegenzüge und machten ihre Punkte, ohne dass die Syker Defensive dabei besonders schlecht ausgesehen hätte. Die Dudes kauften den Hausherren den Schneid ab, und das wurde vor allem an einem statistischen Wert deutlich. Marc Stehr, regelmäßig mit mindestens einem Dutzend Punkten erfolgreich und körperlich einer der stärksten Syker, kam diesmal auf nur einen winzigen Zähler. Der agile Center traf also in 40 Minuten nicht ein einziges Mal aus dem Feld heraus. „Die haben Marc ganz elegant aus dem Spiel genommen“, lobte Hollmann den Gegner. Stehr wurde regelmäßig gedoppelt.

Überhaupt war die Ausbeute der Syker bemerkenswert. Nur Sandro Schulz (16) und Axel Rouiller (19) wiesen am Ende eine zweistellige Punktezahl auf. Sechs der eingesetzten neun Spieler hatten keinen oder nur einen erfolgreichen Wurf – das sagt eigentlich schon alles über das offensive Auftreten der Syker aus. „Axel und Sandro sind unsere Flügelspieler. Wir haben also nur über die Außen überhaupt mal getroffen“, erklärte Co-Trainer Nils Lehmkuhl. Dabei war Syke durch zwei Freiwürfe von Dennis Kruslin sogar mit 2:0 in Führung gegangen, Linden drehte das Spiel jedoch schnell auf 2:9 und gewann das erste Viertel mit 20:6. Das war mehr als eine Vorentscheidung.

Phil List waren schon in der Anfangsphase zwei Fouls unterlaufen, Hollmann holte ihn kurzzeitig vom Feld. Aber auch das half den Syker Aktionen nicht wirklich. Auch hinsichtlich der Foulspiele war die Statistik des TuS eher unüblich. Jeder Spieler hatte später ein Foul auf der Liste, doch keiner mehr als zwei. Das war in den letzten Spielen noch anders gewesen, als des Öfteren mindestens ein Akteur mit fünf Fouls nicht mehr eingesetzt werden durfte. Lehmkuhl hätte sich ein Mittelmaß gewünscht: „Wir hätten etwas aggressiver auftreten können.“

Im zweiten Viertel spielten die Syker ihre Angriffe etwas genauer aus, die Pässe kamen häufiger an. Mit 17:16 entschied der TuS diesen Abschnitt für sich. Näher als auf 22:32 in Minute 18 kamen die Gastgeber aber nicht mehr heran. Danach häuften sich wieder die Anspielfehler, abgesehen von Rouiller zeigte kein Syker Normalform. Nach 25:36 stand es binnen sechs Minuten 29:50 (28.). „Linden hatte leichtes Spiel“, erkannte nicht nur Hollmann. Mit 15:13 ging das finale Viertel nur knapp an die Gäste, der Sieg geriet derweil zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.

TuS Syke: Bohbrink (1), Hespe, Kruslin (2), Lehmkuhl (2), List (6), Martens, Rouiller (19), Schulz (16), Stehr (1).

Syker Kurier, 13.02.2017 - Karsten Bödeker