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Herren: SC Langenhagen II – Syke Bears

Erneute Schlappe für HachestädterTuS-Basketballer unterliegen 58:71

Syke. Was Darmstadt 98 in der Fußball-Bundesliga ist, ist der TuS Syke in der Basketball-Bezirksoberliga: immer engagiert, oft auf Augenhöhe, am Ende aber meist ohne Punkte und in der Tabelle ziemlich abgeschlagen. Auch beim SC Langenhagen II gab es nach langer Zeit mindestens gleichwertiger Leistung eine 58:71 (30:29)-Niederlage. Die war sehr bitter, weil den Sykern so langsam die Spiele ausgehen, um die nötigen Punkte zu sichern. Sie war auch bitter, weil die Hachestädter in der 35. Minute noch 55:54 führten, Langenhagen knockte die Syker also in der Schlussphase mit einem 17:3-Lauf aus. „Wir hätten hier nicht verlieren müssen“, haderte Co-Trainer Nils Lehmkuhl verständlicherweise. Die Bilanz am Ende: Ein Viertel war ausgeglichen, eines hatten die Syker deutlich gewonnen, aber die Lions aus der Flughafenstadt hatten eben zwei für sich entschieden.

In den letzten Minuten war eine überforderte und oft auch überlaufene Syker Abwehr der Grund für die Niederlage. Insgesamt sind 71 Gegenpunkte aber noch keine Zahl, wegen der eine Partie verloren gehen muss. Eine über die gesamte Spielzeit funktionierende Offensive hätte das ausgleichen können. Doch bei den Sykern hielt der Schlendrian Einzug, die Power fehlte und damit auch die erfolgreichen Szenen unter dem gegnerischen Korb. Oder wie Lehmkuhl meinte: „Wir hatten kein schnelles Teamspiel mehr, sondern langsames Einzelspiel.“ Das war im ersten Viertel noch anders gewesen. Durch Marc Stehr, Axel Rouiller und Sandro Schulz stand es nach sechs Minuten 9:2. Über 14:4 hieß es nach zehn Minuten 19:9. Den zweiten Abschnitt gewann Langenhagen 20:12, doch die Syker führten immer knapp. Ausgeglichen ging es weiter, vor dem letzten Viertel führte der SCL 48:46. Eine Tendenz ließ sich noch nicht absehen, denn die Syker bekamen die starken Center des SCL noch gut in den Griff, zudem trafen Stehr und Phil List im üblichen Rahmen. Am Ende wurden die erfolglosen Einzelaktionen immer mehr, während Langenhagen einen Lauf startete, wobei Center Max Döring nahezu alle der finalen 17 Punkte markierte.

TuS Syke: Bohbrink, Hespe, Jung (6), Lehmkuhl (3), List (13), Martens, Ribeiro, Rouiller (8), Schulz (10), Stehr (18).

Syker Kurier, 27.02.2017 - Karsten Bödeker