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Herren: VfL Grasdorf – Syke Bears

Gute Leistung, keine Belohnung – Syker Basketballer müssen sich Grasdorf in der Bezirksoberliga denkbar knapp mit 68:71 beugen

Syke. Es hat zwar wieder nicht zum Sieg gereicht für die Basketballer des TuS Syke. Aber es war – und das war der entscheidende Unterschied zu den vorherigen Auftritten – endlich mal wieder guter Basketball, den die Spieler boten. Und es war – das ist ja gerade das Reizvolle an diesem Sport – spannend bis zur letzten Sekunde. Axel Rouiller versuchte noch einen Dreipunktewurf, um die Verlängerung zu erzwingen, doch der Ball verfehlte den Korb. Dass es nach 40 Minuten für die Syker 68:71 (33:44) beim VfL Grasdorf hieß, war äußerst bitter.

Dass der TuS aber überhaupt so lange im Spiel geblieben war, war schon ein Fortschritt und machte nicht nur CoTrainer Nils Lehmkuhl Hoffnung. Tatsächlich sah auch Trainer Achim Hollmann Fortschritte, schließlich
kombinierte sein Team deutlich besser als zuletzt. Allerdings gab es auch dieses Mal Phasen der Unaufmerksamkeit. So gelang den Grasdorfern zum Ende des zweiten Viertels ein 18:2-Lauf. Prompt war die Syker
29:24-Führung dahin, und mit einem Rückstand von elf Punkten wurden die Seiten gewechselt. Das war nach dem ausgeglichenen ersten Viertel zweifelsfrei ein Rückschlag für die Syker gewesen. „Wir haben da zu offen
verteidigt“, bekannte Lehmkuhl. Zudem saß in dieser Phase Marc Stehr, wegen des Fehlens von Timo Sudmann der einzige groß gewachsene Syker und einzige Center, zeitweise auf der Bank. Stehr avancierte später mit
beachtlichen 21 Punkten zum erfolgreichsten Werfer.

Trainer Hollmann warnte in der Pause seine Mannen vor einem erneuten Lauf der Grasdorfern und mahnte Konzentration in der Defensive an. Das gelang auch, die Syker verkürzten vor dem Schlussviertel den Rückstand
auf 48:54. Grasdorf zog bis Minute 36 aber auf 68:58 davon. Doch die Syker waren gefestigt genug, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen.

Letztlich war es Rouiller, der mit einem Dreier zum 68:68 ausglich – einen 10:0-Lauf war dem TuS in dieser Saison zuvor noch nicht gelungen. Doch Grasdorf traf in den letzten Sekunden zum 70:68, und da die Syker den Werfer gefoult hatten, gab es noch einen Freiwurf, der verwandelt wurde, sodass es 71:68 stand.

Sechs Sekunden waren noch auf der Uhr, als Rouiller zum letzten Wurf ansetzte – aber erfolglos. „Grasdorf war sicher nicht das Top-Team der Liga, und wir hatten uns auch etwas ausgerechnet. Und eigentlich haben wir auch vieles richtig gemacht“, schloss Lehmkuhl seine Analyse nach einer durchaus Mut machenden Niederlage. Und doch: Die Syker bleiben im fünften Spiel ohne Erfolg und erwarten nun am Sonnabend ab 17 Uhr den TuS Bothfeld in der heimischen BBS-Arena.

TuS Syke: Bohbrink (2), Hespe, Kruslin (12), Lehmkuhl (6), Phil List (8), Rouiller (15), Stehr (21), Schulz (4).

Syker Kurier, 07.12.2016 - Karsten Bödeker