Kategorien
1. Herren

Herren: Syke Bears – Eintracht Hildesheim

Zu jung, zu unerfahren
Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke zahlt weiter kräftig Lehrgeld

Syke. Lehrgeld, fehlende Erfahrung, junge Spieler, die sich an die Liga gewöhnen müssen – die Analysen von Spartenleiter Holger List und Trainer Achim Hollmann klangen ähnlich. Gerade hatten die Basketballer des TuS Syke gegen Eintracht Hildesheim mit 70:90 (30:37) verloren. Es war die dritte Niederlage im dritten Spiel in der Bezirksoberliga. Und doch sind die Syker nicht hoffnungslos, denn von den 40 Minuten Spielzeit waren die Syker rund 32 Minuten nahezu gleichwertig.

Das Problem und damit der Grund für die Niederlage: In den anderen acht Minuten, genauer gesagt in den ersten drei und in den fünf Minuten nach dem Seitenwechsel, waren die TuS-Basketballer alles, nur keine Korbjäger. 0:9 stand es nach drei Minuten und von Minute 31 bis 35 wurde aus einem 30:37 ein 30:52. Solche Phasen werfen keine Fragen auf, sondern beantworten die nach den Gründen für das Ergebnis. „Zur Pause waren wir ja wieder dran, aber einen solchen Lauf des Gegners kann man nicht aufholen“, meinte Hollmann. Sein Team habe zu viele leichte Fehler gemacht und sei im Abschluss zu unkonzentriert gewesen. Hinzu kamen Abwehrfehler, weil die jungen Syker dem Druck der spielstarken Hildesheimer nicht standhalten konnten. Die waren gedanklich schneller und konnten ihre größere Erfahrung mit variantenreicherem Spiel dokumentieren. Zur ausgeprägteren Abgeklärtheit gehörte auch, dass Hildesheim von 16 Freiwürfen 13 verwandelte, während der TuS nur sieben Punkte bei ruhenden Bällen machte – bei 20 Versuchen.

„Wir werden noch ein bisschen brauchen“, meinte Hollmann, der aber auch positive Aspekte sah. Dazu gehörte, dass nach Leandro Ribeiros 2:9 die Syker auf 8:9 herankamen. Hildesheim erhöhte wieder auf 17:8 und hielt diesen Vorsprung bis zur Pause. Syke konnte nach dem Blackout zu Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr antworten. Über 30:52, 46:65 und 62:82 kam es zum Endstand. Immerhin 30 Zuschauer waren in der BBS-Arena, und im Syker Kader standen insgesamt elf Spieler. Beides positive Zahlen, die es schon lange in Syke nicht mehr gegeben hatte.

TuS Syke: Baal, Kruslin (5), Kvietkauskas, Lehmkuhl (10), List (10), Martens, Ribeiro (5), Rouiller (12), Schulz (9), Stehr (16), Sudmann (3)

Syker Kurier, 25.10.2016 - Karsten Bödeker