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Herren: TV Bergkrug – Syke Bears

Alte Syker Leiden – Basketballer verlieren 45:95
Leandro Ribeiro hatte den Ball und versenkte ihn sicher im Korb. Das war der Ausgleich für die Basketballer des TuS Syke beim TV Bergkrug und die Welt in der Bezirksoberliga schien in Ordnung. Dieser Eindruck war jedoch nur ein kurzzeitiger, vor allem, weil es der Ausgleich zum 2:2 war und beim Basketball erfahrungsgemäß deutlich mehr Körbe fallen. 136 Punkte insgesamt sollten in diesem Spiel noch folgen und standen am Ende zu zwei Dritteln auf dem Bergkruger Konto, die die Syker mit einem 95:45 (52:19) nach Hause schickten.

Die Syker Basketball-Welt war danach natürlich nicht mehr in Ordnung. Genauer gesagt war sie das bereits nach dem ersten Viertel nicht mehr, denn da stand es schon 8:26. „Da war das Spiel schon gelaufen“, meinte der spielende Co-Trainer Nils Lehmkuhl. Sein Chef Achim Hollmann versuchte in den Pausen und Auszeiten die Spieler zu motivieren und nahm auch diverse Umstellungen in der Defensive vor. Doch ob Mann gegen Mann oder in der Zone, es war ein brüchiges Konstrukt, das sich den Bergkrugern entgegen stellte.

Exemplarisch wurde das schon in der Anfangsphase. Denn nach dem 2:2 in Minute eins ging es Schlag auf Schlag. Über 7:3 hieß es nach fünf Minuten 17:3. „Das war schon nicht mehr aufzuholen“, so Lehmkuhl. Mit 11:28, 8:24 und 6:25 gingen die ersten drei Viertel in desolater Art und Weise verloren. Dass die Syker den vierten Abschnitt mit 20:18 gewannen, mutete wie ein bizarrer Witz an. Die Syker kamen die gesamte Zeit über zu keinen Spielzügen, wenig erfolgreiche Einzelaktionen bestimmten das Geschehen. Die Einstellung stimmte nicht, die Bindung zum Spiel fehlte und Rebounds funktionierten auch nicht. Bergkrug dagegen zeichnete sich nicht nur bei Fast-Breaks aus und kam nahezu ohne Gegenwehr zu den Punkten. „Wir kennen das noch aus der vergangenen Saison. Jeder will etwas retten und so gibt es noch mehr Einzelaktionen“, meinte Lehmkuhl. So wirklich verstehen konnte auch er den Auftritt nicht. „Wir haben mehr und bessere Spieler und treten trotzdem auf wie in der letzten Saison.“ Wegen des größeren und besseren Kaders glaubt Lehmkuhl an eine sorgenfreie Spielzeit. Doch in den ersten beiden Partien haben die Syker dafür noch keine Anhaltspunkte geliefert.

TuS Syke: Baal, Hespe, Kruslin (5), Kviekauskas, Lehmkuhl (6), Joscha List, Phil List (3), Martens, Ribeiro (13), Roullier (6), Stehr (12).

Syker Kurier, 27.09.2016 - Karsten Bödeker