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Herren: Syke Bears – TK Hannover II

Klare Auftaktpleite für Syker Basketballer – 61:93
Die neue Saison der Basketballer des TuS Syke begann so, wie die vergangene allzu oft verlaufen war: mit einer klaren Niederlage. 61:93 (21:51) verloren die Syker gegen TK Hannover II. In der ersten Hälfte, und da vor allem im zweiten Viertel, war ein Klassenunterschied zu bemerken. Und dennoch verfallen die Korbjäger nun weder in eine Depression noch befürchten sie ein Déjà-vu-Erlebnis. Und das hat zwei Gründe: Zum einen ist TK Hannover II ein Zwangsabsteiger und musste nur in die Bezirksoberliga zurück, weil die Erste in die Oberliga gehen musste. Der zweite Grund, nicht schwarz zu sehen, hängt mit der Arbeit von Trainer Achim Hollmann zusammen. Inhaltlich sowieso, denn die Syker spielten mit erkennbaren Systemen.

Hollmann ist ein akribischer Arbeiter, der jede Auffälligkeit auf dem Spielbogen vermerkt. Gleich zwölf Syker Spieler wurden da aufgelistet, mehr erlauben die Regularien nicht. Wann hatte es das beim TuS Syke zuletzt gegeben? „Wir sind besser aufgestellt“, meinte deshalb auch Co-Trainer Nils Lehmkuhl, der schon vor einiger Zeit vom besten Syker Kader seiner vier TuS-Jahre gesprochen hatte.

Das mag vielleicht so sein, und doch zeigte der erste Auftritt, dass noch Arbeit vor dem TuS liegt. Denn vor der Pause klappte gar nichts. Stand es nach dem ersten Abschnitt noch 14:22, so gingen die folgenden zehn Minuten mit 29:7 an die Gäste. Das lag natürlich an der Defensivleistung, aber auch an den nicht erfolgreichen (und teilweise gar nicht möglichen) Fastbreaks. Denn wie beschrieb es Lehmkuhl mit trockenem Humor? „Entweder hat TK getroffen, oder aber wir waren nicht schnell genug.“ Letzteres wäre jedoch eine Voraussetzung für schnelle Gegenzüge gewesen, um eine noch nicht wieder sortierte Abwehr des Gegners zu überraschen. „Wir haben die leichten Punkte einfach nicht gemacht“, stöhnte Lehmkuhl.

Zudem entpuppte sich TK II als die „erwartet abgezockte Truppe“ (Lehmkuhl), während die Syker ihren neuen Kader noch einspielen müssen. Gleichwohl war eine Handschrift im Spielaufbau zu erkennen – ein deutlicher Fortschritt zur Vorsaison. Zudem wird der erst 17-jährige Phil List perspektivisch ein wichtiger Spieler sein, der die Partie aufbauen und ordnen kann. Die Korbausbeute muss aber noch besser werden. Zwar verteilten sich die Punkte auf mehrere Schultern, was eine gewisse Ausgeglichenheit im Kader abbildet. Doch dass der beste Scorer, diesmal Marc Stehr, nur zehn Mal traf, zeugte nicht gerade von besonderer Gefährlichkeit der Syker Offensive. Die traf in Hälfte zwei immerhin 40 Mal. Zudem stand die Abwehr nun besser, so dass die zweiten 20 Minuten ausgeglichen waren und beinahe unentschieden ausgingen.

TuS Syke: Baal (5), Coskun, Hespe (4), Kruslin (8), Kvietkauskas (3), Lehmkuhl (2), Phil List (9), Martens, Leandro Ribeiro (5), Rouiller (9), Stehr (10), Sudmann (6).

Syker Kurier, 20.09.2016 - Karsten Bödeker