Kategorien
1. Herren

Syke Bears – TSV Neustadt II

Teuer verkauft, aber verloren
Sykes Basketballer wehren sich gegen Neustadt nach Kräften

Die Basketballer des TuS Syke mussten gegen den TSV Neustadt II die erwartete Heimniederlage hinnehmen. Doch war das 85:105 (41:56) ein in mehrfacher Hinsicht bemerkenswertes Bezirksoberligaspiel, das allen Beteiligten und damit auch den Sykern mehr Freude als Frust bereitete. „Die Defensive war sicher nicht in Top-Form, aber auf beiden Seiten“, erklärte Nils Lehmkuhl. Er hatte diesmal eine besondere Rolle inne, denn weil Trainer Dusan Veselinovic verhindert war, gab Leader Lehmkuhl den spielenden Coach. (…)

Da er auch zu den ersten Fünf gehörte und dementsprechend viele Spielanteile hatte, war es ein besonderer Job für ihn. „Sicherlich hat man von außen noch eine bessere Übersicht, vor allem, wenn es darum geht, dass alle Spieler ihre Einsatzzeiten bekommen.“ Doch die waren gefühlt gut verteilt, denn auch Alexander Baal und Frederic Coskun fielen nicht ab, obwohl sie keine Körbe erzielten. Dafür traf Marc Stehr umso öfter. 41 und damit fast die Hälfte aller Syker Punkte steuerte der Center bei. Ein Alleinunterhalter war er dennoch nicht. „Ich hatte nicht mitgezählt und war verwundert, dass er so viele Punkte gemacht hat. Dass es nicht so auffiel, ist ein gutes Zeichen. Denn es bedeutet, dass wir als Mannschaft gut gespielt haben“, so Lehmkuhl. Tatsächlich war Neustadt Top-Favorit, der neben zwei Oldies vier junge Akteure dabei hatte, die sonst in der Regionalliga oder Junioren-Bundesliga spielen. Angesichts der Klasse des Gegners verkauften sich die Syker teuer. Nach dem deutlich verlorenen ersten Viertel gelang den Gästen in den folgenden drei Abschnitten jeweils nur ein Vorsprung von zwei oder drei Punkten. „Wir haben später quasi auf Augenhöhe gespielt“, freute sich Lehmkuhl. Gleichwohl hatten die Syker zu keinem Zeitpunkt eine echte Siegchance, obwohl sie beim 36:42 (17.) recht nahe dran waren.

Acht Akteure hatte Lehmkuhl aufbieten können, wobei Youngster Joscha List nur deshalb nicht zum Einsatz kam, weil kein Anschreiber vorhanden war und List diesen Job übernehmen musste. In der ersten Hälfte markierten die Neustädter gleich neun Dreipunktewürfe, vor allem Michael Birkenhagen tat sich mit sechs Distanztreffern hervor. Zum Vergleich: Für Syke trafen Lehmkuhl und Dennis Kruslin in 40 Minuten je ein Mal aus der Distanz.

In der Pause stellten die Syker um. Vier Spieler verteidigten in einer Zone, während sich Lehmkuhl des gegnerischen Top-Werfers im Duell Mann gegen Mann annahm. Birkenhagen gelang daraufhin nur noch ein Korb aus dem Feld heraus. Die vogelwilde Abwehr der Neustädter machte den Sykern spürbar Spaß. Sie riskierten einiges und wurden oft belohnt. Allerdings sah es unter dem eigenen Korb auch nicht anders aus, die TuS-Defensive war eine reine Baustelle Nun kommt es am 16. April in der Syker BBS-Arena zum entscheidenden Match um den Klassenerhalt. Gegner ist Tabellennachbar TuS Eicklingen.

TuS Syke: Baal, Coskun, Stehr (41), Bäuning (2), Krause (4), Sudmann (5), Kruslin (18), Lehmkuhl (15).

Syker Kurier, 14.03.2016