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Syke Bears – Linden Dudes

Syker Korbjäger ziehen erneut den Kürzeren
Trotz des 59:90 gegen die Linden Dudes und der spielerischen Defizite gibt es noch Chancen auf den Ligaverbleib

Erst zwei Siege haben die Basketballer des TuS Syke in dieser Saison eingefahren. Gegen die Linden Dudes gab es dagegen mit einem 59:90 (27:38) die bereits 15. Niederlage. Und doch werden die Syker wohl das Startrecht für die Bezirksoberliga Hannover behalten. Denn Schlusslicht TK Hannover III dürfte unter normalen Umständen keine Partie mehr gewinnen, während die Syker gegen den Drittletzten aus Eicklingen noch eine gute Siegchance besitzen.

Zudem hat der CVJM Hannover sein Team aus der Oberliga zurückgezogen, das fortan in der Bezirksoberliga starten soll, weshalb die dort spielende Zweitvertretung die Liga nach Lage der Dinge verlassen muss. Im Fall der Fälle würde den Sykern selbst der aktuelle vorletzte Tabellenplatz genügen. Die Chancen auf den Klassenerhalt und die Perspektive für die neue Saison dürften wesentlich von der Personalsituation abhängen, die eigentlich nur besser werden kann. (…)

Gegen die Dudes hatte Trainer Dusan Veselinovic immerhin neun Akteure dabei, übrigens anders als beim Sieg aus der Vorwoche bei TK Hannover III, der ohne die Routiniers Sven Lehmann und Christian Stubbemann errungen worden war. Der talentierte U16-Akteur Joscha List allerdings konnte verletzungsbedingt nur kurz auflaufen, während Sandro Schulz, der bis dato zwölf Punkte erzielt hatte, in Minute 23 nach einem Ellbogen-Check eines Gegners ausgewechselt und vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Diagnose, eine leichte Gehirnerschütterung, sorgte später für Entwarnung.

Linden mit 27:6-Lauf

In dieser Phase Ende des zweiten und Anfang des dritten Viertels verloren die Syker das Spiel. Sie ließen es zu, dass Linden mit einem 27:6-Lauf auf 52:29 davonzog. In der 15. Minute hatten die Syker durch Treffer von Sandro Schulz noch auf 23:25 verkürzt. „Wir waren wieder im Spiel“, meinte Sykes Nils Lehmkuhl, zumal selbst der Pausenrückstand von 27:38 noch alle Möglichkeiten offen ließ. Nach zehn Minuten hatte es 11:22 gestanden, der TuS hatte das zweite Viertel zumindest unentschieden gestaltet. Ähnliches gelang auch im finalen Abschnitt, der aus TuS-Sicht 19:20 endete. So weit, so gut. Allerdings war das dritte Viertel ein einziges Desaster – 13:32.

Der Spielverlauf ähnelte im Gros jedoch vielen anderen TuS-Matches dieser Saison, verbunden mit der Erkenntnis, dass es gegen die meisten Gegner über 40 Minuten nicht reicht. Ein Grund dafür liegt auch in der unregelmäßigen Trainingsbeteiligung der einzelnen Aktiven. Kondition und Zusammenspiel sowie taktische Varianten kann Veselinovic folgerichtig nur sehr eingeschränkt vermitteln.

Im zweiten Viertel, als es gut lief, hatte der Coach auf Zonenverteidigung gesetzt, vor der Schulz und Lehmkuhl Mann gegen Mann gegen die beiden Top-Akteure der Dudes spielten. Später blieben die taktischen Varianten des Coaches allerdings wirkungslos.

Die Dudes, ein reiner Basketballverein, beheimatet im Osten der Landeshauptstadt, fuhren einen ungefährdeten Erfolg ein. Dass es erst ihr fünfter war, verwunderte nicht nur Lehmkuhl: „Die waren richtig gut“, lobte der Syker. Gar nicht gut war dagegen das Syker Mannschaftsspiel. Denn satten fünf der neun eingesetzten Spielern gelang nicht ein einziger Korb. Bedeutet im Umkehrschuss, dass die Korbjäger als Einzelspieler auftraten. Oder, wie es Lehmkuhl sagt: „Wir müssen das Zusammenspiel verbessern.“

TuS Syke: Stehr (16), Kruslin (21), Schulz (12), Lehmkuhl (10), Baal, List, Hespe, Coskun, Sudmann.

Syker Kurier, 01.03.2016