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2. Herren

TKW Nienburg – Syke Bears

Das Beste ist nicht gut genug
Die Basketball-Herren des TuS Syke II haben das Beste aus ihrer Situation gemacht, die Partie in der Bezirksklasse West beim TKW Nienburg II aber dennoch mit 74:94 (32:50) verloren. Die personell arg dezimierten Gästen waren mit einem Rumpfaufgebot von ganzen sechs Aktiven angereist, konnten deshalb kaum durchwechseln. Unter anderem musste Spielertrainer Lutz Quetschke krankheitsbedingt passen. Ganz anders die Hausherren, denen exakt doppelt so viele Akteure zur Verfügung standen. Sie konnten mit ihren Kräften ganz anders haushalten, obwohl „uns das eigentlich auch recht gut gelungen ist“, wie Florian Hespe nicht unerwähnt lassen wollte. Der Syker Kapitän war mit 21 Punkten einer der herausragenden Akteure seiner Mannschaft.

Letztlich war bereits die Anfangsphase, die Hespe später als „chaotisch“ bezeichnen sollte, entscheidend. „Defensiv war das okay“, erklärte er, „aber in der Offensive haben wir viel zu viele Bälle verloren.“ So führten die Gastgeber nach dem ersten Viertel mit 23:14, zur Halbzeit schließlich mit 50:32. „Spätestens da war klar, dass wir nichts mehr holen können“, musste Hespe eingestehen. Zumal die Syker komplett ohne Center auskommen mussten, während Nienburg mit Andreas Rabe eine Art Alleinunterhalter in seinen Reihen hatte, der auf sage und schreibe 36 Punkte kam. Er war nie zu stoppen, „er ist aber auch ein, zwei Köpfe größer als jeder von uns“, merkte Florian Hespe schmunzelnd an. Dennoch sah er die Vorstellung der Gäste grundsätzlich als positiv an, weil sie a) nie aufsteckten und b) die Niederlage deshalb in Grenzen hielten. Gegen Ende der Partie holten die Syker sogar noch ein bisschen auf, legten eine gute Moral an den Tag. Die soll sie auch durch die finalen Saisonwochen führen. Aktuell ist der TuS mit fünf Siegen und sechs Niederlagen auf Tabellenplatz fünf (bei insgesamt acht Mannschaften) zu finden. Der Klassenerhalt ist so gut wie eingetütet, „da kann eigentlich nichts mehr schiefgehen“, findet auch Florian Hespe. Im Gegenteil. Die beiden finalen Partien bei Schlusslicht RV Hoya II und beim aktuellen Dritten MTV Schwarmstedt sollten laut Hespe möglichst gewonnen werden, um noch Tabellenplatz drei anzugreifen. Personell dürfte es dann auch wieder besser aussehen.

Syke II: Bärwald (21), Hespe (21), List (5), Ribeiro (11), Schröder (10), Weise (6).

Syker Kurier, 16.02.2016