Kategorien
1. Herren

TK Hannover – Syke Bears

Die Wartezeit ist beendet
(…) Acht Spiele und knapp drei Monate – so lange sehnten die Bezirksoberliga-Basketballer des TuS Syke ihren zweiten Saisonsieg herbei. Nun war es soweit. Am gestrigen Sonntag war er da – 70:58 (10:15, 24:26, 52:40) beim TK Hannover III. „Endlich haben wir wieder gewonnen“, kommentierte ein erleichterter Nils Lehmkuhl.

Entscheidend war ein 18:2-Lauf kurz nach der Halbzeit. „So was hatten wir die ganze Saison noch nicht“, freute sich Lehmkuhl. Bis dato sah es für die Syker aber danach aus, als würde am Ende das herauskommen, was fast immer herauskam: eine Niederlage. Oft war der Grund, dass Lehmkuhl und Co. zu inkonstant agierten. Immer wieder leisteten sie sich nach starken Phasen wieder schwache.

Gegen das sieglose Schlusslicht aus Hannover waren die Syker aber Favorit. Im Hinspiel hatten sie sich noch deutlich mit 81:46 durchgesetzt. „Wir hatten gewusst, dass wir gewinnen mussten und der Gegner nicht besonders gut war“, betonte Lehm-kuhl, „aber wir wussten auch, dass Hannover nicht mehr so schlecht wie im Hinspiel ist.“ Verunsichert ging der TuS in die Partie, noch verunsicherter war er nach den Anfangsminuten. „Wir lagen schnell mit 2:8 hinten, das war nicht so pralle“, gestand Lehmkuhl, „zu Beginn lief gar nichts.“ Zumindest verloren die Gäste nicht den Anschluss und wahrten sich alle Chancen mit dem 10:15 nach dem ersten Viertel. Doch auch in Durchgang zwei gelang es den Sykern nicht, ihr Spiel durchzuziehen. „Wir waren in der ersten Hälfte unkonzentriert, irgendwie waren wir nicht richtig aufmerksam“, erklärte Lehmkuhl.

Doch entsprechend den bisherigen Syker Partien folgten auf schlechte Phasen auch wieder gute. Zwar erhöhte Hannover nach Wiederanpfiff auf 28:24, doch dann folgte der besagte Lauf, angeführt vom eifrigsten Syker Punktesammler: Marc Stehr. 24 Zähler steuerte er bei. Sechs weitere Akteure trugen sich ebenfalls in die Schützenliste ein, so viele, wie die Syker am vergangenen Spieltag überhaupt aufstellen konnten. Diesmal waren sie zu zehnt. „So viele hatten wir in dieser Saison noch nie“, freute sich Lehmkuhl, „das war für uns schon Luxus.“ Und dieser Luxus machte sich bezahlt. In der Regel muss der Großteil der Syker Basketballer die gesamte Zeit durchspielen, „diesmal konnten wir uns auch endlich mal abwechseln und kurz auf der Bank ausruhen“, so Lehmkuhl.

Die komfortable Personalsituation und die gute Offensive nach der Pause waren zwei der drei Schlüssel zum Sieg. Nummer drei war die Defense. Diese stellten die Syker zur Pause von 1-3-1 auf 2-3 um. Dadurch bekamen sie mehr Zugriff auf die Hannoveraner Angriffsspieler. Die eigene Offensive war beinahe ausschließlich durch Zwei-Punkte- und Freiwürfe erfolgreich. Lediglich Dennis Kruslin warf einen Dreier. „Das war vom Coach (Dusan Veselinonvic, Anm. d. Red.) so gewünscht, da Hannover in der Defensive nicht so stark ist“, erklärte Lehmkuhl. Im Schlussviertel wurde dann nur noch der Vorsprung verwaltet. Mit dem zweiten Saisonerfolg haben die Syker als Vorletzter und Zehnter noch alles in Sachen Klassenerhalt in eigener Hand, der Kontakt zum rettenden Ufer ist hergestellt. „Zudem spielen wir ja noch gegen Linden und Eicklingen (Tabellen-8. und -9., Anm. d. Red.)“, weiß Lehmkuhl.

Syke: Stehr (24), Stubbemann (17), Lehmkuhl (10), Kruslin (7), Sudmann (5), Lehmann (4), Schulz (3), Baal, List, Hespe.

Syker Kurier, 22.02.2016