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Syke Bears – CVJM Hannover II

Zehn Schrecksekunden
Basketballer des TuS Syke verspielen kurz vor Schluss den zweiten Saisonsieg in der Bezirksoberliga – 58:61 gegen CVJM Hannover II

„Sehr, sehr niederschmetternd und sehr, sehr unglücklich“, so kommentierte Marc Stehr die Partie seines TuS Syke gegen den CVJM Hannover II. Die Bezirksoberliga-Basketballer verschenkten in den Schlusssekunden noch einen Zwei-Punkte-Vorsprung, unterlagen mit 58:61 (10:21,30:29, 47:45) und mussten damit einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen. „Das darf uns einfach nicht passieren“, haderte Stehr. (…)

Es laufen die letzten zehn Sekunden der Partie. Die Gastgeber führen mit 58:56. Sykes Coach, Dusan Veselinonvic, wies seine Mannen an, nicht Foul zu spielen. Werden mehr als fünf Teamfouls in einem Viertel begangen, bekommt die gegnerische Mannschaft bei jedem weiteren persönlichen Foul automatisch zwei Freiwürfe zugesprochen. Und genau das war der Fall bei den Sykern. „Aber Hannover machte sogar mit einem extrem schweren Wurf einen Dreier“, schilderte Stehr. Doch noch war nichts verloren, Syke war im Ballbesitz und sechs Sekunden waren noch auf der Uhr – ein schneller, letzter und erfolgreicher Angriff, und der Tabellenvorletzte hätte seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Doch dann geschah das, was nicht geschehen durfte: Sven Lehmann leistete sich einen Schrittfehler! Resultat: Hannover kam in Ballbesitz und markierte per Korbleger den Endstand. „Das ist eine Katastrophe“, ärgerte sich Stehr, „danach waren natürlich alle sehr bedient.“

Bedient waren die Syker eigentlich schon nach dem ersten Viertel. 10:21 lagen sie zurück. „Das lag daran, dass Hannover gleich fünf Dreier warf“, erklärte Stehr. Das war der eine Grund. Der zweite war die eigene Zonen-Verteidigung. Im zweiten Viertel wurde diese von 1-3-1 auf 2-3 umgestellt – mit Erfolg. „Es lief danach viel besser, wir haben viele Bälle gewinnen können, auch Rebounds holten wir nun viel mehr“, so Marc Stehr. Lediglich acht Punkte ließen die Gastgeber noch zu, verdoppelten zusätzlich ihre eigene Ausbeute in der Offensive und führten somit zur Halbzeit mit einem Zähler Vorsprung. Im zweiten Abschnitt hätten die Gäste laut Stehr kaum noch aus dem Spiel heraus getroffen.

„Dumme Fouls“ und daraus resultierende Freiwürfe hätten die Hannoveraner aber in der Partie gehalten, obwohl diese nicht gerade von der Linie aus glänzten. Das taten aber auch die Syker nicht, lediglich 19 von 30 Freiwürfen landeten im Korb. „Da taten sich beide Mannschaften nicht viel“, betonte Stehr. Daher blieben die Gastgeber auch bis zum Schluss in Front, ehe die zehn besagten Schrecksekunden sämtliche Arbeit zunichte machten. „Wir wollten unbedingt, das hat man auch im Gegensatz zum Gegner gemerkt. Umso bitterer ist die Niederlage“, stellte ein enttäuschter Marc Stehr fest. Die Hoffnung gibt er aber nicht auf, die direkten Duelle mit den Konkurrenten um den Ligaverbleib stünden schließlich noch aus.

TuS Syke: Lehmann (13), Stubbemann (13), Stehr (11), Kruslin (7), Lehmkuhl (5), Bäuning (4), List (3), Sudmann (2), Coskun.

Syker Kurier, 01.02.2016