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VfL Grasdorf – Syke Bears

Sykes fatale Schlusssekunden
Basketballer mit unglücklichem 58:63

Es müssen die finalen drei Minuten gewesen sein, in denen die Bezirksoberliga-Basketballer des TuS Syke um ihre erfolgreiche Aufholjagd gebracht wurden. So genau konnte es Nils Lehmkuhl hinterher gar nicht mehr sagen, er musste sich in der Rückbetrachtung auf sein Gefühl verlassen. In der Partie beim VfL Grasdorf gab es nämlich keine Zeitanzeige, und das war auch letztlich der Grund, weshalb die Syker die Partie mit 58:63 (24:28) verloren.

Kurz vor der entscheidenden Schlussphase führten die Mannen von Trainer Dusan Veselinonvic noch mit 58:55, ehe ihnen kein einziger Korb mehr glücken sollte. Die Grasdorfer hingegen schafften allein durch Freiwürfe nicht nur den 58:58-Ausgleich, sondern gingen nun ihrerseits wieder in Führung – 61:58. „Unser Trainer hat immer wieder gesagt, dass wir zum Korb ziehen sollen, um Fouls zu provozieren“, sagte TuS-Akteur Nils Lehmkuhl, „aber irgendwie hatten wir keinen Zug zum Korb mehr.“ Lehmkuhl selbst mutierte danach noch zur tragischen Figur, als er versuchte, mit einem letzten Wurf von der Drei-Punkte-Marke den Ausgleich zu erzwingen. Dass der Ball sein Ziel verfehlte, war dabei weniger dramatisch als die Tatsache, wann Nils Lehmkuhl den Wurf nahm: nämlich viel zu früh. „Ich dachte, es wären nur noch 14 Sekunden zu spielen gewesen, dabei waren es noch 40“, erklärte der TuS-Basketballer. Mit anderen Worten: Lehm-kuhl hätte die 24 Sekunden, die für einen Angriff zur Verfügung stehen, deutlich länger herunter laufen lassen können. Dann wären zwar noch immer mindestens 16 Sekunden übrig geblieben, in denen die Grasdorfer hätten antworten können, aber die Chance für die Syker mit einem erfolgreichen Dreier im Spiel zu bleiben, wäre ungleich größer gewesen.

In den Vierteln zuvor lagen die Syker überwiegend zurück, „auch wenn unser Spiel gegenüber der Vorwoche viel besser war“, dachte Lehmkuhl mit Grauen an die vorherige 59:99-Niederlage beim TuS Eicklingen, einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, zurück. Die Tuchfühlung gegenüber den Grasdorfern blieb somit überschaubar, mit sechs Punkten Rückstand ging es schließlich in das Schlussviertel, in dem nun die Syker in Führung gingen – eine Führung, die sie unter unglücklichen Umständen wieder abgaben.

TuS Syke: Baal (2), Bäuning (2), Kruslin (17), Lehmkuhl (10), List, Stehr (14), Sudmann (13).

Syker Kurier, 19.01.2016