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2. Herren

RV Hoya – Syke Bears

Entscheidende Anfangsphase
Der zweite Coup ist den Basketballern des TuS Syke nicht gelungen. Nachdem sie vor zwei Wochen den Tabellenzweiten der Bezirksklasse, den VfL Bückeburg, besiegt hatten, gab es jetzt bei Spitzenreiter RV Hoya ein 61:80 (30:48). Ab der elften Minute gerechnet, hätten die Syker das Spiel sogar gewonnen. Dumm nur, dass sie im ersten Viertel eine miserable Leistung zeigten und mit 10:31 zurücklagen. Andererseits wies Trainer Marc-Alexander Böwe zurecht darauf hin, dass „wir drei Viertel des Spiels mit dem Spitzenteam mitgehalten haben“.

Böwe stand auch diesmal wieder länger als sonst auf dem Feld. „Wir hatten eine Problematik mit den Fouls“, erklärte er vielsagend. Personalprobleme hatten die Syker auf der Centerposition, denn nur Justas Kvietkauskas stand etatmäßig zur Verfügung. So musste Jannis Bartnick unterm Korb ran – auf einer Position, die dem eigentlichen Scorer spürbar nicht liegt. Dessen magere Ausbeute von nur einem Korb war also nicht nur einer mangelnden Form, sondern auch der taktischen Ausrichtung geschuldet. „Hoya ist ein top eingespieltes Team, da reichte es nicht, eine oder zwei Spieler auszuschalten“, so Böwe.

Sein Team fand überhaupt nicht in die Partie, überlegte zu lange, war zu langsam und zeigte eine schlechte Offensivleistung. Das Syker Spiel war von Fehlwürfen- und Pässen geprägt, während Hoya wie aus einem Guss spielte. Dann aber legten die Syker den Schalter um, zeigten plötzlich gefällige und schnelle Kombinationen – und trafen. Der TuS störte früh, vor allem Jan Cholid ging immer wieder in die Hoyaer Angriffe, eroberte den Ball und bediente seinen Bruder Riko. Der traf nach Belieben, war mit 29 Punkten bester Scorer der Partie. Syke gewann das zweite Viertel mit 20:17, hielt dann beim 16:19 beachtlich mit, um den letzten Abschnitt mit 15:13 erneut für sich zu entscheiden. Die Freiwurfquote war übrigens auf beiden Seiten allenfalls mittelmäßig.

TuS Syke: Bartnick (2), Böwe (3), Jan Cholid (14), Riko Cholid (29), Kvietkauskas (6), Quetschke, Ribeiro (3), Sander (4), Speckmann.

Syker Kurier, 24.03.2015 (Karsten Bödeker)