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Eintracht Hildesheim – Syke Bears

Ein Problem der Physis
Die Basketballer der MSG Sulingen/Syke haben eine Niederlage erlitten. Bei Eintracht Hildesheim gab es ein 64:85 (34:35). Für den Kampf um den Klassenerhalt hat das keine großen Auswirkungen, denn ein Sieg war nicht zwingend zu erwarten gewesen. Trotzdem meinte Alexander Baal, der den berufsbedingt verhinderten Spielertrainer Sven Lehmann vertrat: „Es wäre mehr drin gewesen.“

Doch gegen Ende, eigentlich schon ab dem dritten Viertel, zollte die MSG ihrer Personalsituation Tribut. Nur sechs Akteure hatten die weite Reise angetreten, und so schwanden immer mehr die Kräfte, während Hildesheim schnell einen komfortablen Vorsprung herauswarf. „Wir hatten schon ein komisches Gefühl“, beschrieb Baal die Umstände.

Allerdings begann die Partie besser als erhofft, die MSG stand in der Defensive sicher, während Hildesheim unkonzentriert verteidigte. Die MSG zeigte schnelle und zielsichere Spielzüge, zog vor allem über Lennard Bäuning fleißig zum Korb, warf viel und traf oft. Nils Landwehr und Alexander Baal wurden mehrmals gefoult, es gab Freiwürfe, so dass die MSG nach zehn Minuten mit 17:16 führte.
Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie ausgeglichen, diesmal hatte Eintracht Hildesheim den minimalen Vorteil auf seiner Seite und führte mit 35:34. „Das war insgesamt ein guter Beginn“, fand Baal, dessen Team zwischenzeitlich mit neun Punkten Differenz geführt hatte. Im dritten Viertel folgte dann aber der Einbruch bei den Sykern. Hildesheim traf plötzlich konstanter, hatte auf den Außenpositionen aber auch wenig Gegenwehr zu befürchten.

Unter den Körben blieb es dagegen auf beiden Seiten ruhig, die Syker Center Yannik Bäuning und Timo Sudmann mussten sich kaum um Rebounds kümmern. Zur besseren Hildesheimer Wurfquote gesellte sich noch der Umstand, dass die MSG mangels Personal nicht auswechseln und damit zusetzen konnte. Zudem zeigten sich die Schiedsrichter mitunter großzügig. „Da hätten sie etwas mehr pfeifen müssen“, monierte Baal. Die Folge: Hildesheim zog Punkt um Punkt davon. 21:12 endete der dritte, 29:18 der vierte Abschnitt.

Die Gäste schafften, anders als in der Vorwoche, die Wende nicht mehr. „Die Leistung war trotzdem in Ordnung, das Spiel hat Spaß gemacht“, zog Baal dennoch ein versöhnliches Fazit.

Syker Kurier, 03.03.2015 (Karsten Bödeker)