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2. Herren

TKW Nienburg – Syke Bears

Zufriedene Verlierer
„Good fight, good night“, schrieb Marc-Alexander Böwe am späten Samstagabend seinen Basketballern. Der von ihm trainierte TuS Syke hatte in der Bezirksklasse beim TKW Nienburg II zwar mit 73:79 (36:43) den Kürzeren gezogen, doch der Coach war zufrieden mit seinen Mannen und auch mit dem Spiel. „Das war sehr unterhaltsam und ziemlich ausgeglichen, der Glücklichere hat gewonnen“, meinte Böwe hinterher.

Den Unterschied machten am Ende Kleinigkeiten aus, zu denen Böwe auch zählte, dass Jannis Bartnick später wegen des fünften Fouls draußen bleiben musste und so „nur“ auf 18 Körbe kam. Der treffsicherste Syker war damit aus dem Spiel. Allerdings umstrittenerweise. Denn das angebliche unsportliche Foul des Top-Scorers war – vorsichtig ausgedrückt – umstritten, weil Bartnick zuvor noch klar den Ball berührt hatte. Ein Verbalausrutscher eines TKWlers dagegen blieb ungeahndet – ungewöhnlich im Basketball. Die Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns waren für die Syker in diesen beiden Fällen nicht nachzuvollziehen.

Ihren Teil zur Niederlage trug aber auch die Freiwurfquote des TuS bei. Die war mit 20 von 37 Versuchen für ein so enges Spiel auch etwas zu schlecht, gerade weil sich auch der TKW bei den ruhenden Bällen nicht besonders hervortat. Zunächst hatte sich diese geringe Ausbeute nicht negativ bemerkbar gemacht. Das erste Viertel hatten die Syker mit 18:17 für sich entschieden. Im nächsten Abschnitt aber zogen die Nienburger zwischenzeitlich mit mehr als einem Dutzend Punkten davon. Doch der TuS holte schnell wieder auf, auch weil Bartnick sowie Jan und Riko Cholid insgesamt sieben Dreipunktewürfe verwandelten. Der Sieben-Punkte-Vorsprung der TKW blieb indes bestehen, und auch das anschließende Viertel entschieden die Gastgeber knapp für sich.

„Uns fehlte der letzte Kick, um in Führung zu gehen“, so Böwe, der gute Offensivaktionen auf beiden Seiten sah. Sein Team holte im weiteren Spielverlauf zwar Korb um Korb auf, doch näher als auf fünf Punkte kamen die Syker nicht mehr heran. Das 20:16 in den finalen zehn Minuten reichte nicht mehr, um die Niederlage noch abwenden zu können.

In der Tabelle bleiben die Syker Fünfter. Vier Siege und fünf Niederlagen lassen aber noch Raum, um die Bilanz zu verbessern, damit sich die Zufriedenheit auch wieder in den Punkten niederschlägt.

TuS Syke: Bartnick (18), J. Cholid (11), R. Cholid (23), Hansemann (9), Kretschmar, Kvietkauskas (5), Loyal (2), Sander (2), Trant (3)

Syker Kurier, 02.02.2015 (Karsten Bödeker)