Kategorien
1. Herren

Syke Bears – TK Hannover

Ligaverbleib in Reichweite
Es war ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt, es war aber auch ein nervenaufreibendes Match. Die Basketballer der MSG Sulingen/Syke schlugen in der Bezirksoberliga den TK Hannover III mit 81:78 (44:50). Fünf Minuten vor der Schlusssirene lag die MSG noch mit 66:75 zurück. Spielertrainer Sven Lehmann nahm noch eine Auszeit, rüttelte seine Mannen wach, ging mit gutem Beispiel voran, die MSG machte nochmal richtig Druck, Lehmann riss auf dem Feld das Team mit, eroberte selbst einige Bälle, so dass die Gastgeber binnen knapp vier Minuten einen 12:3-Zwischenspurt hinlegten.

Sekunden vor dem Ende beim Stand von 78:78 gelang Christian Stubbemann ein Dreipunktewurf zum vielumjubelten Sieg. Neben Lehmann und der äußerst wertvollen Aushilfe Stubbemann mit seinen insgesamt 19 Punkten fiel Marc Stehr besonders positiv auf. Gemeinsam mit Timo Sudmann teilte er sich den Job des Centers und machte 23 Punkte – persönlicher Saisonrekord. „Marc hat mit viel Selbstbewusstsein gespielt und aus der Distanz getroffen und unter beiden Körben abgeräumt“, so Lehmann.

Die MSG war in den 40 Minuten durch ein wahres Wechselbad gegangen. Im Wissen um die Bedeutung dieser Partie spielte sie befreit auf, setzte die verschiedenen Spielsysteme gekonnt um und führte nach zehn Minuten mit 27:19. Wie so oft in dieser Saison folgte jedoch der Einbruch, die Hannoveraner gewannen den nächsten Abschnitt mit 31:17, vor allem weil sie sich auf das MSG-Spiel eingestellt hatten und mit Hagen Keller einen Akteur besaßen, der nach Belieben traf. „Er hat TK wieder Leben eingehaucht“, so Lehmann.

Die MSG fand kein Mittel, um mit anderen Varianten dagegenzuhalten und das Heft wieder in die Hand zu nehmen. Immerhin konnte mit dem 18:18 im nächsten Abschnitt der Abwärtstrend gestoppt werden. Doch der TK schien seinen Vorsprung ausbauen und über die Zeit retten zu können.

Aber die harte MSG-Verteidigung und schnelle Gegenangriffen nach dem Weckruf des Coaches sicherten den wichtigen Sieg in einem Spiel, in dem die Schiedsrichter auf beiden Seiten viele Aktionen abpfiffen, was Lehmann überhaupt nicht gefiel. Er wechselte häufig und verschaffte jedem Spieler genügend Einsatzzeiten – auch um seiner Truppe vor der wichtigen Schlussphase genügend Regenerationszeit zu ermöglichen. Mit zehn Akteuren hatte der Kader eine Rekordgröße – auch das ein Indiz dafür, dass die MSG, die auch schon mal nur zu sechst in der Halle stand, die Wichtigkeit dieser Begegnung erkannt und verinnerlicht hatte.

MSG Sulingen/Syke: Lehmann (13), Lehmkuhl, Stubbemann (19), Sudmann (7), Stehr (23), Lennart Bäuning (2), Yannek Bäuning (4), Krause (9), Hawallek (2), Coskun (2).

Syker Kurier, 23.02.2015 (Karsten Bödeker)