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TV Bergkrug – Syke Bears

Heftige Klatsche mit viel Frustpotenzial
Eine Vorentscheidung war längst gefallen, als die Basketballer der MSG Sulingen/Syke vor dem Abschlussviertel beim TV Bergkrug mit 34:70 zurücklagen. Doch was die Gäste in den letzten zehn Minuten ablieferten, warf nur eine Frage auf: Lustlos oder limitiert? Denn die MSG kassierte noch unglaubliche 2:33 Punkte, so dass am Ende dieser Bezirksoberliga-Partie eine 36:103 (17:48)-Packung stand.

„Wir waren froh, als es vorbei war“, gab MSG-Akteur Alexander Baal zu. Nun war die MSG angesichts der Stärke der Bergkruger nicht mit allzu großen Erwartungen angereist. Doch die deutliche Differenz sorgte für Ratlosigkeit, zumal die MSG nach zwei Siegen in Folge nun wieder zwei Mal nacheinander verloren hat – und beide Male mit mehr als 100 Gegenpunkten.

Spielertrainer Sven Lehmann war diesmal aus beruflichen Gründen nicht mitgefahren, und das merkte man. Er fehlte spürbar im Aufbau. Nils Lehmkuhl und Lennart Bäuning versuchten zwar ihr Bestes, doch gegen die körperlich deutlich überlegenen Gastgeber kam die MSG kaum einmal in die Nähe des Korbes. „Und unsere Würfe sind daneben gegangen“, fügte Baal hinzu, der nach seiner Knieverletzung noch nicht wieder voll einsatzfähig war. Baal und Marc Stehr mussten später zudem wegen ihrer vier Fouls öfter mal auf der Bank bleiben. Während der 40-minütigen Lehrstunde hatte die MSG zu keinem Zeitpunkt eine Chance – Einsatz, Ideen und Konstanz fehlten einfach. „Es gab keine Phase, in der es besser lief“, musste Baal miterleben.

Das Wurfpech der MSG traf auf eine unglaubliche Zielgenauigkeit des TVB und einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen. Das waren mögliche Gründe für die 67 Punkte Differenz – nicht aber für die Niederlage als solche. Wunden lecken und trainieren, lautet das Motto für die MSG Sulingen/Syke jetzt, das Basketball-Jahr ist abgeschlossen. Die Syker sind erst wieder am zweiten Januarwochenende gefordert.

Syker Kurier, 10.12.2014 (Karsten Bödeker)