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U16

Syke Bears – TSV Quakenbrück

Mit List zum Erfolg – 67:59
In den finalen Sekunden dribbelte er mit dem Ball ungestört mitten in der gegnerischen Hälfte. Jeder in der BBS-Arena hätte Verständnis gehabt, wenn Phil List so die Schlusssirene abgewartet und seinen persönlichen Triumph genossen hätte – allein mit seinem „Freund“, dem Ball, der (bis auf einen missglückten finalen Versuch) so ziemlich alles gemacht hatte, was List von ihm wollte. Keine Frage: Der U16-Basketballer des TuS Syke war beim 67:59 (34:29)-Erfolg über den TSV Quakenbrück die prägende Figur bei den Hachestädtern. Phil List erzielte insgesamt 37 Punkte, 14 davon im Schlussviertel, in dem die Syker 16 Zähler markierten.

Selbst der mit List sonst so kritische Trainer Dejan Stojanovski lobte seinen Schützling. „Er hat heute den Turbo geschaltet und viel fürs Aufbauspiel getan“, so der Coach. Die Syker hatten vor allem im letzten Abschnitt Nervenstärke gezeigt. Stück für Stück waren die Quakenbrücker im dritten Viertel herangekommen. Aus einem 39:29 nach 23 Minuten wurde ganz schnell ein 41:41, auch weil die Gäste mit traumwandlerischer Sicherheit vier Dreipunktewürfe am Stück landeten. Als es für Syke Tim Wessels aus der Distanz versuchte, landete der Ball am Korbrand. Doch List erhöhte auf 45:41 (27.) und die Syker gingen mit 51:45 in die letzte Pause.

Nach dem 51:49 suchten die Syker immer wieder List, der fast im Alleingang das vierte Viertel entschied. Nur das 58:55 warf Jonathan Adzrakou, ehe Quakenbrück auf 57:58 und 59:60 verkürzte. Doch das Spiel kippte nicht vollends, obwohl die Syker sechs Freiwürfe vergaben. Als List eine Minute und 15 Sekunden vor der Schlusssirene auf 64:59 erhöhte, war der Sieg sicher. „Mir war klar: Wenn wir weniger als 60 Punkte kassieren, können wir es schaffen“, atmete Stojanovski durch. Unterm eigenen Korb waren die Syker engagiert und holten etliche Rebounds. Quakenbrück wusste vornehmlich über Drei-Punkte-Würfe zu glänzen, die in der Endabrechnung ein Drittel aller erzielten Punkte ausmachten.

„Wir sind nach verschlafenem Beginn gut zurückgekommen, der Einsatz stimmte bei allen“, so des Trainers Fazit. Die Syker sind nun Dritter und dürfen sich Hoffnungen machen, bei einem Erfolg im Rückspiel diesen Platz zu halten. Das würde sie zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen.

TuS Syke: Adzrakou (2), Bizuneh (7), Grabarczyk (11), Buhl (6), P. List (37), Martens, Wessels (4), J. List.

Syker Kurier, 19.11.2014 (Karsten Bödeker)