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MSG Sulingen/Syke – Start in die Saison 2014/15

Der Saisonauftakt ist für die Basketballer der MSG Sulingen/Syke verloren gegangen. Sie unterlagen in der Bezirksoberliga Hannover beim TuS Blothfeld mit 47:81 (28:38). Am Sonnabend stellt sich nun ab 19.30 Uhr der TSV Luthe in der Syker BBS-Arena am Grevenweg vor. Das Team um seinen Spielertrainer Sven Lehmann steht in dieser Saison im wahrsten Sinne des Wortes vor einem Kraftakt.

Das erste Heimspiel der Saison
Der Saisonauftakt ist für die Basketballer der MSG Sulingen/Syke verloren gegangen. Sie unterlagen in der Bezirksoberliga Hannover beim TuS Blothfeld mit 47:81 (28:38). Am Sonnabend stellt sich nun ab 19.30 Uhr der TSV Luthe in der Syker BBS-Arena am Grevenweg vor. Das Team um seinen Spielertrainer Sven Lehmann steht in dieser Saison im wahrsten Sinne des Wortes vor einem Kraftakt.

In der vergangenen Spielzeit hatten sich die Basketballer der MSG Sulingen/Syke letztlich sicher und souverän in der Bezirksoberliga gehalten. Auch für die Saison 2014/2015 meldeten sie ihr Team in dieser Liga an. Was wie ein logischer Schritt aussieht, ist in Wahrheit ein mutiger. Denn mit Roman Augsburger (nach Hameln in die 2. Regionalliga) und Patrick Weseloh (pausiert) stehen zwei Stammkräfte sowie mit Dennis Kruslin und Pawel Dabkowski zwei Nachwuchskräfte nicht mehr zur Verfügung.

Zudem geht Top-Spieler und Identifikationsfigur Janis Neufeld nach seiner Rückkehr aus Australien zukünftig für Bremen-Neustadt auf Korbjagd. „Wir haben uns schon überlegt, für welche Liga wir melden“, erklärt Sven Lehmann, der während der letzten Saison als Spielertrainer für Dejan Stojanovski das Kommando übernommen hatte. Denn nicht nur Masse, sondern vor allem Klasse ging der MSG verloren – wie zuletzt in fast jedem Sommer und stets aus beruflichen oder studienbedingten Gründen.

Mit Nils Lehmkuhl und Janik Bäuning kamen zwei Akteure aus der Zweiten dazu – nur acht Stammspieler umfasst der Kader damit. „Die Zweite hat uns zugesagt, dass immer jemand aushilft“, bemerkt Lehmann, der aus der personellen Situation Konsequenzen fürs Spielsystem zieht: „Wir werden nicht mehr so viel Wert darauf legen, komplizierte Taktiken einzustudieren. Das würde nämlich dann scheitern, wenn wir wechselndes Personal haben.“

Genau dieser Umstand, gepaart mit der Tatsache, dass nicht immer alle Akteure beim Training erschienen waren, hatte bereits Stojanovski als störend empfunden. Sven Lehmann, mit seinen fast 34 Jahren der Routinier im Team, geht dennoch gelassen mit den begrenzten Möglichkeiten um. „Wir trainieren drei Mal pro Woche, spielen sehr viel und wollen auf unsere Schnelligkeit setzen, uns vor allem bei Fastbreaks verbessern.“ Das sei eine Taktik gewesen, die Lehmann mit dem TuS Sulingen bis zur vorletzten Saison verfolgte und damit letztlich die Bezirksoberliga hielt. Dieser Klassenerhalt hatte der MSG überhaupt erst das Startrecht für eben jene Bezirksoberliga gesichert.

Apropos Sulingen: „Wir spielen und trainieren in Syke, hier herrschen in der Arena beste Bedingungen und der Förderverein der Syke Bears kümmert sich toll um uns.“ Apropos Bezirksoberliga: „Ich denke, dass der Klassenerhalt möglich ist, auch wenn es schwerer wird als zuletzt“, schätzt Lehmann. Das junge, ambitionierte Team stimme ihn zuversichtlich, und mit Marc Stehr hebt er einen Youngster hervor, der sich kontinuierlich verbessere. „Marc hat noch viel Potenzial“, sagt sein Coach.

Das trifft sich gut, denn selbst mit komplettem Kader werden die wenigen Akteure zwangsläufig viele Einsatzzeiten bekommen. „Wir fahren notfalls auch nur zu sechst los“, versichert Lehmann, der zum Saisonauftakt beim TuS Bothfeld nur (oder sollte man sagen immerhin) sieben Akteure dabei hatte. Die Niederlage fiel mit 47:81 (28:38) deutlich aus. In der ersten Hälfte hielt die MSG ordentlich mit, ließ den Gegner nie mit mehr als sechs Punkten davonziehen. Insgesamt verpassten es die Gäste aber, aus den Fehlern und Ungenauigkeiten des Gegners Kapital zu schlagen. Zweiter Grund: „Wir haben uns gut bis zum Korb durchgespielt, dann aber versagt.“ Aus teilweisen besten Positionen flog der Ball eben nicht in den Korb. „Das war teilweise schon tragisch“, fand Lehmann.

Nachdem die MSG zur Pause noch „in Schlagweite war“ ging im Anschluss nichts mehr. Auch mit den Unparteiischen haderten die MSG-Mannen, was die Konzentration zusätzlich schwächte – und die Referees ärgerte. Sie drohten nun vermehrt mit technischen Fouls, die sofort Freiwürfe bedeutet hätten. Die Folge: Das dritte Viertel ging mit 7:21 verloren, der Schlussabschnitt mit 12:22.

Kader: Alexander Baal, Frederic Coskun, Timo Sudmann, Nico Hawellek, Sven Lehmann, Yannek Bäuning, Nils Lehmkuhl, Marc Stehr.

Syker Kurier, 02.10.2014 (Karsten Bödeker)