Kategorien
1. Herren

MSG Sulingen/Syke – UBC Hannover

Eine Niederlage zum Abschluss
Versöhnlicher Saisonabschluss trotz Niederlage für die Basketballer der MSG Sulingen/Syke: Gegen den United Basketball Club (UBC) Hannover gab es im letzten Spiel der Bezirksoberliga ein 64:73 (32:38). „UBC hatte das Spiel am ursprünglichen Termin zwar zu spät abgesagt und wir hätten am grünen Tisch gewonnen“, erklärte Spartenleiter Klaus Speckmann. „Doch wir waren sportlich und haben einen neuen Termin angeboten“, ergänzte der spielende Trainer Sven Lehmann. Zwar dehnte er während der Partie immer wieder seine lädierte Achillessehne und leistete sich auch einige Unkonzentriertheiten im Abschluss. Deutlich wurde aber auch, dass Lehmann in der kommenden Saison nicht nur neben, sondern auch auf dem Spielfeld als Leader und ruhender Pol unentbehrlich sein wird.

Mit Nils Lehmkuhl und Jan Cholid halfen diesmal Akteure aus der Reserve-Mannschaft aus. Vor allem Linkshänder Cholid zeigte mit einigen frechen und erfolgreichen Korblegern bezirksoberligataugliche Szenen. Überhaupt waren es die Fastbreaks, also die schnellen Tempogegenstöße, das Beste, was die MSG an diesem Tag bot. „Das sind mehr als in der ganzen Saison. Kommt Jungs, so kriegen wir sie“, spornte Lehmann sein Team in einer Auszeit an. Für den Sieg reichte es dann doch nicht, weil die MSG sich eben doch ein paar unkonzentrierte Abspielfehler zu viel erlaubte und auch zu viele Fehlwürfe produzierte. Zudem hatte UBC einen Center, der seine körperliche Stärke gekonnt einsetzte. „Ein unangenehmer Gegner“, meinte Lehmann bei seiner Spielanalyse.

Die MSG verlor das erste Viertel mit elf Körben, kam bis zur Pause aber wieder auf 32:38 heran. Danach enteilte der UBC allerdings erneut, auch weil der MSG die Konstanz fehlte. Einerseits gab es gekonnte No-Look-Pässe, doch selbst Lehmann verwarf eben auch einfachste Bälle. Zu Beginn des vierten Viertels zogen die Hannoveraner auf 56:40 davon, ehe die MSG durch Cholids Korbleger und Frederick Coskuns Dreier auf 53:56 herankam.

Zu spielen waren noch sechs Minuten. Doch in einem interessanten, aber eben auch auf beiden Seiten von vielen leichten Fehlern geprägten Spiel bekam die MSG nicht den entscheidenden Zugriff. So auch 80 Sekunden vor der Schluss-Sirene, als es bei eigenem Ballbesitz sogar ein Einwurf beim Gegner landete. Da war die Partie gelaufen, für ungewollte Erheiterung sorgten noch die Unparteiischen, die die MSG-Bank ermahnten, doch nicht über den Gegner zu lästern.

MSG Sulingen/Syke: Lehmann, Krause, Weseloh, Lehmkuhl, Coskun, J. Cholid, Bomhoff, Stehr.

Syker Kurier, 08.04.2014 (Karsten Bödeker)