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TSV Luthe – MSG Sulingen/Syke

Zweistündige Demütigung
Für die Basketballer der MSG Sulingen/Syke gab es die erwartete Pleite. Beim TSV Luthe, der noch um die Meisterschaft mitspielt, verlor die MSG in der Bezirksoberliga Hannover mit 65:108 (34:54).

„Das war eine zweistündige Demütigung, eine schreckliche Zeit“, gab Trainer Dejan Stojanovski hinterher resigniert zu. Luthe war personell deutlich besser besetzt als im Hinspiel, in dem die MSG größtenteils noch hatte mithalten können. Dennoch ärgerte sich Stojanovski, zumal Luthe erneut einen 52-jährigen Akteur in ihren Reihen hatte. „Meine Spieler sind teilweise 30 Jahre jünger und schaffen es nicht, einen älteren Herren unter Druck zu setzen“, moserte der Coach.

Die MSG hielt einzig vor der Pause einigermaßen mit, ließ aber schon da fast alles vermissen. „Wir haben nicht dagegengehalten und uns auch nicht aufgebäumt“, musste Stojanovski mitansehen. Pässe kamen nicht an, Distanzwürfe auch kaum, und unter den Körben mangelte es bei den Rebounds. Pawel Dabkowski versuchte es ab und an, wurde jedoch nicht unterstützt.

Und das waren nicht die einzigen Syker Probleme: Sven Lehmann war angeschlagen, Roman Augsburger verletzungsbedingt gar nicht dabei. Einziger Lichtblick war Bastian Bomhoff, der berufsbedingt mehr als eine halbes Jahr nicht in Syke weilte und pausiert hatte. Er trat engagiert auf, suchte den Körperkontakt und brachten die Luther dadurch ein bisschen aus dem Rhythmus. Luthes Trainer ließ sich angesichts dieses Engagements und trotz der klaren Führung seines Teams sogar zu zwei technischen Fouls hinreißen. Aufs Spiel hatte das aber keinen Einfluss mehr.

Stojanovski: „Bastian Bomhoff brennt und gibt Vollgas, da hat er einigen etwas voraus. Ich finde es einfach ärgerlich, weil wir mit ein wenig mehr die Spiele besser gestalten könnten.“ Für die neue Saison kündigte der Coach Redebedarf an: „Die Jungs haben alle Potenzial und müssen mir sagen, ob sie es ausschöpfen wollen.“ Ihm gehe es dabei gar nicht so sehr um die Platzierung als solche. „Natürlich gehe ich in die Saison und will oben dabei sein. Aber ich will nicht zwingend und mit Glück aufsteigen. Da ist mir eine gute Leistung und Platz drei viel lieber“, betonte der MSG-Coach. Derzeit weist sein Team eine Mischung aus beidem auf – allerdings im negativen Sinne: Noch ist die MSG Dritter, hat diesen Platz inzwischen aber vor allem dem Glück zu verdanken.

Syker Kurier, 11.03.2014 (Karsten Bödeker)