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2. Herren

SV Ahlem – TuS Syke

Personell und kräftemäßig am Limit
Beim SV Ahlem hatten sich die Bezirksliga-Basketballer des TuS Syke ein bisschen etwas ausgerechnet. Doch die Hoffnungen wurden auch diesmal bitter enttäuscht, es gab eine 41:65 (25:32)-Niederlage.

„Es war ein hart umkämpftes Spiel, wobei es aber immer fair zuging und Ahlem ein angenehmer Gegner war. Schade, dass wir nicht mehr erreicht haben“, meinte TuS-Trainer Marc-Alexander Böwe, der mit seinem Team grundsätzlich zufrieden war, aber eben auch dessen Grenzen erkannt hatte. Da war zum einen der mit sieben Akteuren sehr dünn besetzte Kader, aus dem Riko Cholid und Justas Kvietkauskas unmittelbar zuvor schon mit der Syker U18 in Ahlem über die volle Distanz hatten gehen müssen. „Am Ende reichte die Kraft nicht mehr“, stellte Böwe deshalb nach dem Schlussabschnitt (12:23) fest.

Die Syker erzielten in dieser Phase durch Jannis Bartnick sowie Jan und Riko Cholid ihre einzigen Dreier. Doch Ahlems Ardenn Biba machte es noch besser und traf in den finalen zehn Minuten gleich fünf Mal aus der Distanz. „Meine Verteidiger konnte einfach nicht mehr so viel laufen, und Biba konnte immer wieder aus der gleichen Position frei werfen“, so Böwe.

Zwei Gegner waren aber noch auffälliger – und das war der zweite Grund für die Niederlage. Denn Markus Ludwig ist der Top-Scorer der Liga, und es war wenig tröstlich, dass er diesmal unter seinem Punktedurchschnitt blieb. Seine 21 Körbe reichten dennoch aus, um den Unterschied auszumachen. Immerhin bekamen die Syker den zweiten Center der Ahlemer, Mike Hairston, einigermaßen in den Griff. Hairston, der früher Handball-Profi war, wurde von Markus Kretzschmar, dem einzigen echten Syker Center, gut bewacht, war aber natürlich nicht ganz auszuschalten.

Auch wenn sich die Defensive redlich bemühte – unter dem gegnerischen Korb hatten die Syker keine Chance. „Wir wussten, dass wir werfen müssen. Aber so erfolgreich waren wir nicht“, gab Böwe zu. Zwei Gründe machte er dafür aus. „Die Körbe außerhalb sind eben anders“, bemerkte der Coach schmunzelnd, um dann hinzuzufügen: „Wirklich zu schaffen machte uns, dass in Ahlem schon die neue, weiter entfernte Dreipunktelinie eingezeichnet war. Solche Spielfelder kennen wir noch gar nicht.“ Das erste Viertel war ein Defensivschlacht, ein 9:8 gehört im Basketball in die Kategorie „magere Ausbeute“.

Selbst zur Pause lagen die Syker noch nicht hoffnungslos zurück, doch war die personelle Unterzahl nicht zu kompensieren. „Die Niederlage ist am Ende etwas zu hoch ausgefallen. Wenn wir einen zweiten Center und noch einen Spieler mehr gehabt hätten, wäre es spannender geworden“, vermutete Böwe. Ärgerlich für die Syker ist auch, dass die Partie bei den Linden Dudes, zu dem sie mangels Personal nicht angereist waren, nicht nur mit 0:20 sondern auch noch mit dem Abzug eines Punktes gewertet wurde. Syke ist dadurch nun Tabellenletzter.

TuS Syke: Bartnick (7), Becker (2), Jan Cholid (7), Riko Cholid (13), Kretzschmar (8), Kvietkauskas, Lehmkuhl (4).

Syker Kurier, 12.03.2014 (Karsten Bödeker)