Kategorien
1. Herren

SC Langenhagen – MSG Sulingen/Syke

Zu viel Start-Feuerwerk
Die Basketballer der MSG Sulingen/Syke haben beim Bezirksoberliga-Spitzenreiter SC Langenhagen mit 46:80 (17:43) den Kürzeren gezogen. Die MSG bleibt dadurch mit acht Siegen und fünf Niederlagen Tabellendritter ohne Perspektive auf Rang zwei.

Schon der Blick auf das Halbzeitresultat zeigte die Kuriosität dieses Spiels. Zu Beginn hatte Langenhagen ein Feuerwerk abgebrannt, die MSG quasi überrannt. Eine sofortige Auszeit des Trainers änderte nicht viel.„Ich weiß nicht, was in den Köpfen der Jungs vorgegangen ist“, schüttelte Trainer Dejan Stojanovski nur mit dem Kopf. Konfus, desolat und völlig neben sich stehend hatte die MSG das erste Viertel mit unglaublichen 4:27 Punkten abgeschlossen. Im zweiten und dritten Abschnitt hielt die MSG mit, um später dann angesichts eines nur aus acht Akteuren bestehenden Kaders dem Zwischenspurt kräftemäßig Tribut zu zollen. „Das Interessante ist“, meinte Stojanovski mit einer Mischung aus Süffisanz und Enttäuschung, „dass wir sogar beim Spitzenreiter mithalten können, wenn wir mutig und engagiert auftreten.“

Denn als sie aussichtslos in Rückstand lag, ging die MSG plötzlich aggressiv zu Werke, störte früh, machte gekonnt die Zone eng und gestaltete das zweite Viertel ausgeglichen. Abschnitt drei gewannen die Syker gar mit 23:13 und reduzierten den Rückstand so auf erträgliche 16 Punkte. Die MSG ging nun zu den Rebounds, versuchte mehr Würfe und hatte damit Erfolg. Der junge Pawel Dabkowski glänzte als Aufbauspieler, wurde insgesamt aber zu wenig unterstützt. „Wenn keiner auf seine Ideen eingeht, kann er es alleine auch nicht reißen“, kommentierte Stojanovski.

Das vierte Viertel ging schließlich mit 26:6 wieder deutlich an den SC Langenhagen. „Mehr kann man mit acht Mann und ohne regelmäßiges Training beim Spitzenreiter wohl nicht erwarten“, resümierte Stojanovski.

MSG Sulingen/Syke: Weseloh, Lehmann, Coskun, Stehr, Kruslin, Dabkowski, Sudmann, Dräger.

Syker Kurier, 25.02.2014 (Karsten Bödeker)


Syke wacht zu spät auf
(…) Basketball-Bezirksoberligist [MSG Sulingen/Syke] muss seine Hoffnungen auf die Vizemeisterschaft begraben. Beim Klassenprimus SC Langenhagen bekam das Team von Trainer Dejan Stojanovski deutlich mit 46:80 (17:43) die Grenzen aufgezeigt und wird die Saison bestenfalls auf Rang drei beenden. Trotz des Klassenunterschieds verzichtete der MSG-Coach aber darauf, die verbale Keule hervorzukramen: „Mehr kann man mit acht Mann und ohne regelmäßiges Training beim Spitzenreiter nicht erwarten.“

Etwas mehr als ein dermaßen desolates erstes Viertel allerdings schon. Auf sage und schreibe 27:4(!) zog Langenhagen davon, ehe sich die Gäste zu wehren begannen. „Ich weiß nicht, was bis dahin in den Köpfen der Jungs vorgegangen ist“, schüttelte Stojanovski fassungslos mit dem Kopf.

Den zweiten und dritten Abschnitt gestalteten die Syker nahezu ausgeglichen. Sehr zur Freude ihres Trainers: „Da hat man gesehen, dass wir mithalten können, wenn wir mutig und engagiert auftreten.“ Doch die MSG-Aufholjagd hatte zu viel Kraft gekostet. Den letzten Abschnitt entschied Langenhagen wieder mit 26:6 für sich und feierte am Ende einen 80:46-Kantersieg.

Kreiszeitung, 01.03.2014 (drö)