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Die Riesen von morgen

Mazedonische Nachwuchs-Basketballer für mehrere Tage zu Besuch in Syke

„Da konnten sich unsere schon ganz schön viel abschauen.“ Dejan Stojanovski, Basketball-Trainer des TuS Syke, macht aus seiner Bewunderung für den Besuch keinen Hehl. Für mehrere Tage hatte Stojanovski Besuch aus seiner mazedonischen Heimat. Zwölf junge Talente von der Basketball-Akademie „Pink Panteri“ Kumanovo traten hier zu ihrer ersten Turnier-Tour außerhalb des Balkans an.

Günstige Flüge hatten den Trip der Mazedonier kurzfristig ermöglicht, bei gutklassigen Turnieren zeigten die elf bis 13 Jahre alten Talente nun ihr Können. Bei einem Turnier in Syke unterlagen die Besucher der starken TSG Westerstede im Finale hauchdünn, nach einem weiteren Freundschaftsturnier in Bremerhaven konnten sie den Bundesliga-Profis der Eisbären Bremerhaven live bei der Arbeit zusehen – die Basketballer siegten 86:71 gegen den Mitteldeutschen BC.

Bis man den einen oder anderen mazedonischen „Pink Panter“ im Profi-Trikot sieht, dürfte noch einige Zeit vergehen. Doch Stojanovski sieht die Schützlinge seines Kumpels Bojan Zlatkovski auf einem guten Weg: „Sie sind sehr fokussiert, sehr athletisch“, lobt der Syker Basketball-Trainer, der selbst seit einigen Jahren mit der Basketball-Akademie Bremen-Süd eine eigene Einrichtung betreibt.

Talente gibt es sicher auch in Syke und Umgebung. Bis allerdings ein so hohes Level an Spielverständnis und Zielstrebigkeit erreicht wird, dürfte wohl noch so manche Trainingseinheit zu absolvieren sein. Die Unterschiede haben mehrere Gründe: Kumanovo ist Mazedoniens drittgrößte Stadt und hat eine große Basketball-Geschichte, und die Korbjagd ist neben Handball derzeit wohl Volkssport Nummer eins in dem südosteuropäischen Staat.

Heute geht es für die zwölf Jugendlichen und zwei Betreuer zurück in die Heimat. „Es war eine ganz runde Sache“, freut sich Stojanovski über den Besuch, dem – wenn es nach ihm geht – weitere folgen sollen. „Wir hoffen, dass daraus irgendwann eine gute Tradition wird.“

Kreiszeitung, 04.02.2014 (Frank Jaursch)


Besuch vom Balkan
Über internationalen Besuch haben sich jetzt die Basketballer des TuS Syke, die Syke Bears, gefreut. Eine U14-Mannschaft aus Mazedonien verbrachte ein verlängertes Wochenende in der Hachestadt.

Turniere, ein Besuch bei den Eisbären Bremerhaven, Sightseeing in Bremen und der interkulturelle Austausch standen auf dem Programm. Initiiert hatte die Begegnung der Syker Head-Coach Dejan Stojanovski: Die Gäste kamen nämlich aus seiner Heimatstadt Kumanovo, im Norden Mazedoniens gelegen.

Mirko Kruslin, der Vorsitzende des Fördervereins der Syke Bears, stand in der BBS-Arena und blickte zufrieden auf das muntere Treiben in der Halle. Erneut stand für die jungen Syker Basketballer etwas Besonderes auf dem Programm. Dieses Mal war es ein Turnier mit Gästen aus dem rund 2000 Kilometer entfernten Mazedonien.

Dejan Stojanovski hatte derweil alle Hände voll zu tun. Schließlich musste der Syker Head-Coach nicht nur gemeinsam mit Paul Bärwald das TuS- Team betreuen. Er traf auch etliche alte Bekannte – und es gab viel zu erzählen. Erst vor sieben Wochen hatte er gemeinsam mit seinem langjährigen Bekannten Bojan Zlatkovski den Besuch der mazedonischen U14-Mannschaft vereinbart.

Zlatkovski leitet in Kumanovo eine Basketball-Akademie, so wie Stojanovski die Basketball-Akademie Bremen-Süd betreibt. Beide eint die Begeisterung für das Spiel mit dem großen orangefarbenen Ball – und darüber hinaus der Wunsch, den Sport noch populärer zu machen. Zlatkovski war eine Zeit lang Basketball-Profi, genau wie der 1,94-Meter-Mann Martin Atanasovski, der die KK Pink Panteri aus Kumanovo nicht nur in Syke trainierte. „Wir kennen uns von meinen Heimatbesuchen, da habe ich natürlich auch Basketball gespielt. Und weil ich älter war, wollte Bojan sich natürlich etwas von mir abgucken“, so Stojanovski. „Wir sind über die Jahre in Kontakt geblieben.“

Nachdem die Gäste vom Balkan ihre Flugtickets gebucht hatten, war alles andere vergleichsweise ein Kinderspiel. Jedenfalls dann, wenn man so für Basketball brennt wie die Syker und über Kontakte verfügt wie Dejan Stojanovski. Einen Teil der Gäste quartierte er bei sich zu Hause ein, die anderen kamen bei Holger List unter, dessen Söhne ebenfalls auf Korbjagd gehen. Vier weitere Teams für ein Turnier waren schnell gefunden, darunter die Blue Devils aus Huchting und die BSG Bremerhaven, mit denen die Basketball-Akademie Bremen-Süd ohnehin kooperiert.

„Für uns steht die Suche nach Talenten bei einer solchen Aktion nicht so sehr im Vordergrund. Wir wollen den Jungs etwas bieten und neue Anreize geben“, erklärte Stojanovski, der sich einen regelmäßigen Austausch vorstellen könnte. Ein erster Schritt ist getan: Im Sommer werden die Syker zum Gegenbesuch zu einem Turnier nach Mazedonien reisen.

Sportlich hatte in Syke die TSG Westerstede die Nase vorn, sie gewann das Endspiel gegen die Pink Panteri. Die Syker, die in der neuen Saison unter dem Trainer-Duo Paul Bärwald und Frederic Coskun als U14 spielen werden, hatten ihre Gruppenspiele gegen Westerstede und die BSG Bremerhaven deutlich verloren. Im Spiel um Platz drei bezwangen sie aber den TuS Huchting mit 35:12. Doch um die Ergebnisse auf dem Feld ging es sowieso nicht vorrangig. Mindestens genauso wichtig war der Kontakt zu den Gästen, die auch noch Basketball auf Bundesliga-Niveau zu sehen bekamen – im Eisbärenkäfig in Bremerhaven.

Syker Kurier, 06.02.2014 (Karsten Bödeker)