Kategorien
U16

TuS Syke – Lesum Vegesack

Der nächste Schritt nach vorn – trotz Niederlage
Nicht unerwartet und letztlich auch nicht unverdient war die Niederlage der U16-Basketballer des TuS Syke. Mit 48:64 (26:20) wurde das fast nur mit Akteuren des jüngeren Jahrgangs besetzte Team von Landesliga-Spitzenreiter Lesum-Burgdamm allerdings etwas unter Wert geschlagen. Denn 25 Minuten lang hielten die Syker gut mit und führten zur Pause sogar. 

Entscheidend war die letzte Minute des dritten Abschnitts. Lesum hatte das Spiel auf 38:32 gedreht. Dann verkürzten Patryk Grabarczyk mit sauberem Dreipunktewurf und Kacper Dabkowski auf 37:38, ehe Lesum mit nicht minder gekonnten Distanzwürfen wieder auf 41:37 davonzog. Syke konnte nicht mehr dagegenhalten und lag binnen zwei Minuten mit 39:47 zurück.

Die Auszeit von Trainer Dejan Stojanovski bewirkte nichts mehr: Der TuS Syke war in der Defensive zu offen, Lesum zeigte schnelle und sichere Spielzüge, führte fünf Minuten vor Schluss mit 56:41. Exemplarisch die Bilder unter den Körben: Während bei Lesum immer gleich zwei Akteure bereitstanden und den Rebound sicherten, kam es unter dem Syker Korb in dieser Phase gar nicht mehr zu Rebounds. Folge: Die Lesumer konnten ungehindert durchlaufen und sichere Punkte erzielen.

Immerhin machte Syke durch Dabkowskis Freiwürfe die letzten beiden Punkte. „Die Mannschaft hat noch eine gute Zeit vor sich, und die erste Spielhälfte war ein weiterer Schritt nach vorn“, kommentierte Stojanovski, der diese Saison in der anspruchsvollen Landesliga als Lehrzeit ansieht. „Aber nach einer so guten Halbzeit ist ein Einbruch wie nach der Pause umso ärgerlicher“, fügte er dennoch hinzu. Trotzdem erinnerte er daran, gegen wen seine Mannschaft angetreten war. Gegen den Spitzenreiter eben. Und gegen diesen führten die Syker zur Pause recht deutlich. Mehr noch: Die Defensive war aggressiv, ließ Lesum kam zur Entfaltung kommen.

Die Offensive dagegen entsprach den Erwartungen. Sie agierte nicht überragend, aber doch solide. Folgerichtig war das 12:9 nach zehn Minuten und das 26:20 zur Pause. Überrascht habe ihn der gute Auftritt in den ersten 20 Minuten nicht, so Stojanovski. „Denn wir entwickeln uns von Spiel zu Spiel weiter“, lautete seine Begründung. Und das sollte auch das Positive sein, das er und seine Youngster mitnehmen, auch wenn Syke in der Tabelle mit drei Siegen aus zehn Partien auf dem vorletzten Rang steht. „Wir müssen einfach über zwei Hälften unsere Leistung abrufen“, fordert Stojanovski. Es ginge darum, auch in schlechten Phasen einer Partie das Selbstvertrauen nicht zu verlieren.

TuS Syke: Wessels, Egan, Grabarczyk, Kovac, Martens, Kretzschmar, Dabkowski, List, Adzrakou.

Syker Kurier, 22.01.2014 (Karsten Bödeker)