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MSG Sulingen/Syke – SC Langenhagen

Fern vom Niveau eines Topteams
Gekonnte Pässe quer übers Spielfeld, erfolgreich abgeschlossene Einzelaktionen und sicher gesetzte Dreipunkte-Würfe bekamen die Zuschauer in der Syker BBS-Arena zu sehen. Es war allerdings der SC Langenhagen, der diesen ansehnlichen Basketball bot. Die MSG Sulingen/Syke enttäuschte komplett und verlor völlig zu Recht mit 65:97 (26:54). Ein Ergebnis, das wie die Leistung fern vom Niveau eines Spitzenteams der Bezirksoberliga war.

Dass die aus Hannover-Stelingen angereisten Schiedsrichter sich mit ihren fragwürdigen Entscheidungen und einem unsicheren Auftreten der Leistung der MSG anpassten, war nicht ausschlaggebend für die Pleite. Allerdings komplettierte der Auftritt der Unparteiischen die schlechte Laune von Sykes Trainer Dejan Stojanovski, der für seine Meckereien im zweiten Viertel bestraft wurde. Warum es in dieser Szene allerdings gleich zwei technische und ein normales Foul gab – gleichbedeutend mit fünf (!) Freiwürfen für den SCL – erschloss sich niemandem.

Wer es mit den Gastgebern hielt, mochte in dieser Phase jedenfalls nicht mehr so genau hinschauen – der Auftritt der MSG driftete ins Peinliche ab. Immerhin blieben die schlimmsten Befürchtungen in Hälfte zwei aus, der Bezirksoberligist riss sich einigermaßen zusammen und verlor diesen Spielabschnitt „nur“ mit 39:43. „Das war richtig schlecht, wir sind ohne Herz aufgetreten, Langenhagen wollte deutlich mehr“, meinte Stojanovski, nachdem er sein Team nach Spielende für zehn Minuten in die Kabine zitiert hatte. Der Automatismus habe gefehlt, meinte er hinterher, „und den bekommen wir nur, wenn alle regelmäßig zum Training kommen.“ Doch genau daran scheint es zu hapern. Einigen Akteuren genügt es offenbar, dass das Team auch mit nur halber Kraft auf Platz vier steht.

Obwohl die Partie gegen Langenhagen nach Punkten zunächst noch offen blieb, zeigten sich hier schon erste Unterschiede. Während die Würfe der MSG knapp und unglücklich ihr Ziel verfehlten, landeten die Versuche des SCL vermehrt im Korb. Im zweiten und zu Beginn des dritten Abschnitts wurde die MSG dann aber teilweise vorgeführt, weil schlichtweg die Gegenwehr fehlte. Lediglich Janis Neufeld versuchte, in Ansätzen dagegenzuhalten. Gravierende Fehler im Spielaufbau, Ballverluste und Fehlwürfe prägten im Verlauf das Bild. Selbst Freiwürfe waren kein Garant für Punkte. Der Rückstand pendelte sich schnell bei über 30 Punkten ein, doch – und das war das einzige Positive – ein noch größeres Debakel wurde es nicht.

MSG Sulingen/Syke: Weseloh, Neufeld, Augsburger, Lehmann, Dräger, Kruslin, Stehr, Sudmann, Krause.

Syker Kurier, 16.12.2013 (Karsten Bödeker)


65:97-Dämpfer für [MSG Sulingen/Syke]
(…) Verkorkster Jahresabschluss für die [MSG] in der Basketball-Bezirksoberliga. Im Gipfeltreffen gegen den SC Langenhagen kassierte das Team von Trainer Dejan Stojanovski eine empfindliche 65:97 (26:54)-Klatsche und somit einen herben Dämpfer im Aufstiegskampf. Entsprechend hart ging Stojanovski mit seinen Schützlingen ins Gericht: „Bei Profis würde man von Arbeitsverweigerung sprechen. Vielleicht bin ich aber auch zu ehrgeizig und verlange zu viel. Ich werde meine Ansprüche runterschrauben müssen. Wir trainieren fr ein Spitzenteam einfach nicht hart genug. Ständig fehlen mir unter der Woche Leistungsträger. So reicht es einfach nicht.“

Das fehlende Training sollte sich gegen den ausgebufften Hannoveraner Vertreter schnell negativ bemerkbar machen. Ohne jegliche Automatismen liefen die Hausherren von Beginn an der Musik hinterher und lagen bereits zur Halbzeit nahezu aussichtslos mit 26:54 zurück. Bereits mehr als die halbe Miete für Langenhagen. Zumal die Gäste auch nach dem Wechsel drückend überlegen blieben. Gespickt mit diversen Ex-Regionalliga-Akteuren warf der SCL [die MSG] in Grund und Boden und triumphierte schlussendlich überdeutlich mit 97:65. LautStojanovski schon fast das Ende aller Aufstiegsambitionen des [Gastgebers]: „Momentan stellen wir nur gehobenes Mittelmaß dar. Um ganz oben angreifen zu können, müssten wir konstant mit sämtlichen Stammkräften trainieren und uns die Spielzüge erarbeiten. Genügend Potenzial für die Oberliga ist bei den Jungs mit Sicherheit vorhanden. Aber ohne entsprechendes Training wird das nichts.“

Kreiszeitung, 19.12.2013 (drö)