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MSG Sulingen/Syke – Eintracht Hildesheim

Normal und solide
Die Weste der Basketballer der MSG Sulingen/Syke bleibt weiß. Im vierten Spiel gab es in der Bezirksoberliga mit einem 84:64 (46:32) gegen die bisher zweimal sieglose Eintracht aus Hildesheim den vierten Sieg.

„Es war ein normales, solides Spiel von uns“, meinte Trainer Dejan Stojanovski, der sich das Geschehen unaufgeregt anschauen konnte. Tatsächlich konnten die Syker ihr Spiel ungestört aufziehen, mussten kaum in die taktische Trickkiste greifen und hatten lediglich im dritten Abschnitt eine kurze Schwächephase, in der Hildesheim auf neun Punkte herankam. Das war vergleichsweise ein Luxusproblem, genauso wie die Tatsache, dass die MSG nicht unter der vom Trainer regelmäßig geforderten Zahl von 60 Gegenpunkten geblieben ist.

Die Spielgemeinschaft fing sich aber wieder schnell. Sie reduzierte die Quote an Fehlwürfen und gewann auch diesen Abschnitt mit 20:16. „Wir haben viel geworfen und immer den Abschluss gesucht“, so Stojanovski. Auffälligster Akteur war Roman Augsburger, der nicht nur 21 Körbe machte, sondern im Wechsel mit Raik Dräger auch den quirligen [Center] der Hildesheimer in den Griff bekam. Auch Marc Stehr machte sich gut. Der Youngster war zuvor schon für die U18 über die volle Distanz gegangen und musste später öfter als geplant als Center ran. Denn Patrick Weseloh hatte sich schon fünf Fouls geleistet und musste vorzeitig auf der Bank Platz nehmen. Aber der Kader war groß und breit genug besetzt, obwohl Pawel Dabkowski und Timo Sudmann aus privaten Gründen fehlten.

„Ich wusste, dass Hildesheim kleine abgezockte Spieler hat“, so Stojanovski. Doch an die Qualität der Syker wie beispielsweise an den schnellen und wendigen Janis Neufeld reichten die Hildesheimer nicht heran und blieben deshalb letztlich wirkungslos. Neufeld machte 24 Körbe und war bester Syker Werfer. Der Erfolg war verdient und nie gefährdet, zumal die Syker von Beginn an hellwach waren, variantenreich agierten und zeigten, dass sie ein Spitzenteam der Liga sind. Zudem stand die Defensive sicher, Stojanovski ließ über 40 Minuten gegen den Mann verteidigen und verzichte auf eine Zonendeckung. Die Quote der Freiwürfe war nicht überragend, reichte aber aus: Von 22 Versuchen landeten 16 im Korb. 27 Fouls zeugten von einem konzentrierten Auftritt.

Syker Kurier, 31.10.2013 (Karsten Bödeker)

Punkte Freiwürfe Dreier Fouls
Baal 0 0/0 0 1
Neufeld 24 6/8 4 3
Lehmann 16 5/6 1 3
Augsburger 21 3/6 2 2
Hawellek 0 0/0 0 3
Dräger 11 2/2 1 4
Kruslin 2 0/0 0 0
Krause 0 0/0 0 2
Stehr 6 0/0 0 4
Weseloh 4 0/0 0 5
  84 16/22 8 27