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1. Herren Spielbericht: TuS Syke – Linden Dudes

Spannend bis zur letzten Sekunde
Spannend bis zur letzten Sekunde haben es die Basketball-Männer des TuS Syke gemacht. Im vorletzten Saisonspiel der Bezirksliga Hannover West gab es in heimischer Halle ein 44:42 (20:23) gegen die Linden Dudes aus Hannover.

„Wir haben schon jetzt mehr Siege als Niederlagen und damit unser Saisonziel erreicht“, bilanzierte Trainer Christopher Hupe, der in der nervenaufreibenden Schlussphase erstaunlich gelassen blieb. Die Syker lagen das ganze Spiel über in Rückstand und gingen 53 Sekunden vor dem Ende des letzten Viertels erstmals in Führung – genauer kann eine Punktlandung nicht sein.

Die letzten zwei Minuten hatten es wahrlich in sich: Noch eine Minute, 40 Sekunden: Syke liegt 40:42 zurück. Noch 53 Sekunden: Patrick Weseloh trifft zum 42:42, wird gefoult und verwandelt den zusätzlichen Freiwurf zum 43:42. Noch 32 Sekunden: Janis Neufeld holt einen Rebound, die Dudes verteidigen längst Mann gegen Mann. Syke verliert den Ball, holt ihn sich aber wieder. Noch 13 Sekunden: Neufeld wird gefoult, vergibt den ersten und verwandelt den zweiten Freiwurf zum 44:42. Noch sechs Sekunden: Der letzte Wurf der Dudes prallt am Korbrand ab – Schlusssirene.

„Wir haben eng in der Zone gestanden und nur 42 Punkte kassiert, das ist eine super Leistung“, so Hupe, der aber auch kritisch mit der eigenen Offensive umging. Allerdings sei die mangelhafte Ausbeute aufgrund des Mangels an Aktiven nachzuvollziehen. Zudem seien Paul Bärwald, Janis Neufeld und Lennart Bäuning angeschlagen in die Partie gegangen. „Das merkt man sofort“, so Hupe, der mit David Krause erneut einen neuen U19-Spieler einsetzte.

Ein Sonderlob bekam derweil Bastian Bomhoff für seine Energieleistung. Zudem holte er etliche Rebounds und entlastete damit Center Patrick Weseloh. Das Spiel war von beiden Seiten höchst engagiert geführt, Zweikämpfe wurden oft noch am Boden fortgesetzt. „Es ist okay, wenn die Schiedsrichter viel durchgehen lassen und dabei eine klare Linie haben“, fand Hupe. „Außerdem verstehen wir uns mit den Dudes recht gut.“ Vielleicht war auch das der Grund, dass es um strittige Situationen keine Diskussionen gab. Zumal am Ende ausgleichende Ungerechtigkeit herrschte. Ein Lindener Akteur war bei einem erfolgreichen Wurf deutlich im Aus gewesen. Auf der anderen Seite hätte aufgrund einer Ungenauigkeit der Zeitnehmer noch zehn Sekunden nachgespielt werden können. Doch weil die Syker engagierter auftraten und am Ende den größeren Willen zeigten, war der Erfolg verdient. Das schnelle 2:8 und der Pausenrückstand von 20:23 sowie das zwischenzeitliche 23:32 im dritten Abschnitt waren am Ende vergessen.

Syker Kurier, 17.04.2013 (Karsten Bödeker)