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1. Herren Spielbericht: TSV Luthe – TuS Syke

Sykes Korbjäger gewinnen ohne Glanz
Mehr Spiele gewinnen als verlieren – so lautete das bescheidene Saisonziel der Basketballer des TuS Syke. „Wir wollen, dass die Jungs ihren Spaß haben“, erklärte Siggi Bengs vom Förderverein Syke Bears. Aktuell erfüllt das Team beide Vorgaben, denn nach dem jüngsten 90:72 (45:36) beim SV Luthe II sind die Syker mit sechs Siegen und drei Niederlagen Tabellenzweiter. Am 10. Februar (16.15 Uhr) steht in Syke nun sogar ein Spitzenspiel gegen Tabellenführer TuS Sulingen an. Die in sechs Partien stets siegreichen Gäste dürften dann allerdings klarer Favorit sein.

Diese Rolle hatten in Luthe ganz klar die Syker inne und zeigten das auch über 40 Minuten. Es war keine Glanz-, aber eine solide Leistung, die die Mannen von Trainer Christopher Hupe boten. „Ich musste mir zu keinem Zeitpunkt Sorgen machen“, verriet der Coach hinterher. Syke gewann jedes Viertel, das dritte mit 23:16 am deutlichsten. In dieser Phase spielte der TuS die Angriffe konsequent zu Ende und zog erfolgreich in Richtung Korb. Dennis Kruslin tat sich dabei besonders hervor, der Juniorenspieler erzielte – für ihn rekordverdächtige – 17 Punkte. Youngster Raik Dräger, nach Verletzung wieder dabei, traf zudem zwölffach.

In der ersten Hälfte hatten es die Gäste zunächst oft mit Würfen aus der Distanz versucht – die Bilanz war mager, lediglich drei Dreier gelangen in der gesamten Spielzeit. „Wir mussten gar nicht so viel werfen, sondern konnten Luthe auch ausspielen“, hatte Coach Hupe beobachtet. Auffälligster Syker war Sebastian Heuer, der 23 Punkte markierte, bei acht seiner neun Freiwürfe traf und vier Fouls kassierte. Vor allem die beiden letzten Werte wollte Hupe nicht unkommentiert lassen. „Es war ein faires Spiel, in dem die Schiedsrichter sehr genau und fast kleinlich pfiffen. 28 Syker Freiwürfe (mit einer eher mäßigen Trefferquote von 19) und diverse Teamfouls prägten das Spiel. Heuer saß sogar vorsorglich einige Zeit draußen, um nicht zu viele Fouls zu kassieren. Vermutlich hätte er sonst noch mehr Körbe erzielt.“

Auch Janis Neufeld musste zwischendurch raus, seine Knöchelverletzung stellte sich aber als nicht so schwerwiegend heraus. „Dafür konnten dann die Jüngeren etwas länger ran“, verdeutlichte Christopher Hupe. Der Trainer sagte das so selbstverständlich, denn Neufeld und Heuer sind die zweit- und drittältesten Akteure im Team. Mit ihren 20 beziehungsweise fast 22 Jahren sind die beiden Team-Oldies selber noch ganz schön jung – und diese Erkenntnis begründet dann auch das zurückhaltende Saisonziel, das Siggi Bengs und seine Kollegen aus der Abteilungsleitung ausgegeben haben.

 Syker Kurier, 30.01.2013 (Karsten Bödeker)