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1. Herren Spielbericht: SV Ahlem – TuS Syke

Erfolgreiche Rhythmus-Suche
Einen klassischen Arbeitssieg haben die Basketball-Herren des TuS Syke in Hannover errungen. Sie gewannen ihre Bezirksliga-Partie beim SV Ahlem mit 68:54 (27:33). „Auch wenn Ahlem punktloses Schlusslicht ist, brauchten wir lange, um in den Rhythmus zu kommen“, gestand Sykes Trainer Christopher Hupe.

Entscheidend war das dritte Viertel, das die Syker 20:5 gewannen und damit den Pausenrückstand drehten. Mit 15:18 ging das erste Viertel verloren, zur Pause betrug der Rückstand sechs Punkte. Dafür gab es zwei Gründe: Zum einen suchten die Syker nicht den direkten Weg zum Korb, sondern warfen zu oft erfolglos aus der Distanz. Der andere Grund hieß Mike Hairston und ist eigentlich eine eigene Geschichte wert. Der Zwei-Meter-Mann war früher Handballprofi, unter anderem Deutscher Vizemeister mit dem TBV Lemgo, und als Basketballer im Allstar-Team der Deutschen Basketball-Liga aktiv. Seine körperliche Überlegenheit und seine Erfahrung als Slam-Dunk-Experte sorgten dafür, dass er bis zur Pause 20 Punkte erzielte. „Wir haben dann umgestellt“, so Hupe.

Vier Syker spielten nun in der Zone, während sich abwechselnd Maik Bengs und Sebastian Heuer um den besten Gegenspieler kümmerten. Das Resultat war beeindruckend. Hairston sollten nur noch zwei Punkte erzielen. Zudem hatte Ahlem nun keine Anspielstation mehr, was spürbar für Ratlosigkeit sorgte. Im etwas spannenderen Schlussabschnitt zogen die Syker noch einen Joker. Paul Bärwald, der zuvor noch als Trainer mit seinem Syker Mädchenteam in der Nähe unterwegs war, kam nach Ahlem, holte nach seiner Einwechslung zwei wichtige Bälle in der Defensive, leistete sich ein kluges Foul und verwandelte einen Freiwurf. „Das hat uns etwas Luft verschafft“, so Hupe. Insgesamt spielte Syke nun klüger, brachte die Angriffe bis unter den Korb und traf auch häufiger. Bester Werfer wurde übrigens kein Zwei-Meter-Mann, sondern Sykes Janis Neufeld, der 29 Körbe markierte, darunter nur einen Freiwurf. „Mir ist während des Spiels gar nicht aufgefallen, dass er so oft getroffen hat“, schmunzelte Hupe. Das lag auch daran, dass Syke eben viele gute Kombinationen zeigte und Neufeld etliche unspektakuläre, aber wertvolle Korbleger gelangen.

Am kommenden Sonntag stellt sich ab 14.30 Uhr der TKW Nienburg in die Syker BBS-Arena vor. Die Gäste haben bis dato zwei Spiele gewonnen und zwei verloren, „Das wird ein anderes Kaliber“, ist sich Hupe sicher.

Syker Kurier, 15.01.2013 (Karsten Bödeker)