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1. Herren Spielbericht: TuS Syke – TuS Jahn Lindhorst

Ein Strohhalm namens Relegation: Nach einer neuerlichen Niederlage hoffen Sykes Basketballer auf grünes Licht vom Verband

Die Basketball-Herren des TuS Syke haben auch ihr letztes Saisonspiel verloren: Mit 75:96 (39:35) unterlag das Team von Trainer Paul Bärwald und bleibt damit Schlusslicht – obwohl der VfL Hameln II als Vorletzter ebenso häufig gewonnen und verloren hat und sogar das schlechtere Korbverhältnis besitzt. Der Abstieg aus der Bezirksoberliga ist allerdings noch nicht endgültig, da der Verband derzeit entscheidet, ob sich der TuS nach dem Rückzug einer anderen Mannschaft in der Relegation behaupten darf. Unabhängig vom Ergebnis steht aber eines fest: Paul Bärwald wird die Syker in der kommenden Saison nicht mehr coachen.

Das einzig Klare sind auf den ersten Blick die Ergebnisse. Während Hameln einen nicht erwarteten Erfolg gegen den SC Langenhagen feierte, schenkten die Syker nach einer guten ersten Spielhälfte vor allem das letzte Viertel komplett und ohne Gegenwehr ab. So kamen sie nach einer Halbzeitführung erneut unter die Räder. Syke und Hameln haben unter dem Strich jeweils vier Mal gewonnen, der TuS dabei ein Minus von 194, der VfL von 209 Körben. Da die Hachestädter allerdings in der ersten Saisonpartie einen nicht einsatzberechtigten Akteur eingesetzt hatten, wird ihnen nach den Regularien des Verbandes ein Punkt abgezogen. Dadurch ist der VfL gerettet. Sollte es zu einer Relegation kommen, stünde Paul Bärwald noch an der Seitenlinie zur Verfügung. „Dann würde ich die Mannschaft natürlich noch einmal trainieren“, erklärt der Übungsleiter, dessen Rückzug ausdrücklich nichts mit dem sportlichen Abschneiden zu tun hat, sondern seit Wochen angedacht war. „Ich will wieder als Spieler angreifen.“ Wer der Neue auf der Syker Trainerbank sein wird, entscheidet sich demnächst.

Einen erfahrenen Akteur wie Paul Bärwald können die TuS-Basketballer auch gut auf dem Parkett gebrauchen. Gegen Lindhorst lief es wie so oft in den Wochen zuvor. Das junge Team agierte vor der Pause erfolgreich und überzeugend. „Wir standen in der Defensive sicher, haben etliche Rebounds geholt. Aber schon da haben wir vorn die leichten Punkte nicht gemacht“, hatte der Coach beobachtet. Allein drei Mal verfehlten die Syker nach Fastbreaks einen eigentlich sicheren Korbleger. „Wir müssen nicht nur mit vier oder fünf, sondern mit mehr als zehn Punkten führen“, ärgerte sich Bärwald. In der Folge rächte sich der Chancenwucher. Lindhorst – als Vizemeister wahrlich kein Leichtgewicht der Liga – war bei seinen Distanzwürfen nun erfolgreicher. Auch unter dem eigenen Korb agierten die Syker nicht mehr so konsequent, wirkten einige Male richtig schläfrig.

Allerdings haderte der TuS nicht nur mit dem eigenen Wurfpech, sondern ab und an auch mit den Schiedsrichterentscheidungen. „Wir sind dann wieder in einen negativen Lauf gekommen und konnten uns da nicht wieder rausziehen“, schilderte Bärwald das Dilemma. „Am Ende haben wir verdient verloren, und dann muss man es auch akzeptieren.“

Syker Kurier, 03.05.2012 (Karsten Bödeker)