1. Herren Spielbericht: TuS Syke – RV Hoya

TuS Syke – RV Hoya 63:66 (28:29): „Das Spiel macht Mut für den Abstiegskampf. Dank einer guten Defensive fehlte nicht viel zur Überraschung“, fand Sykes Coach Paul Bärwald nach der knappen Schlappe lobende Worte für sein Team. In der Tat konnte man den Hausherren kaum einen Vorwurf machen. Obwohl Hoya schnell auf 17:8 davon zog, ließ sich Syke nicht entmutigen und kam bis zur Pause wieder auf 28:29 heran. Und es blieb spannend. Syke lieferte dem hohen Favoriten einen offenen Schlagabtausch und rettete sich sogar durch einen „Dreier“ elf Sekunden vor Schluss in die Verlängerung. Auch hier boten die Hausherren Hoya die Stirn, doch am Ende war es die individuelle Klasse von Marius Küschen sowie Eugen Judt, die dem RVH einen glücklichen 66:63-Erfolg bescherten.

TuS Syke: Dräger (4), Cholid (9), Neufeld (24), Bengs, Klostermann (4), Coskun (4), Winzia (8), Salame (7), Bomhoff (3), Hamelmann, Boyce.

Kreiszeitung, 25.04.2012

Starker Auftritt – aber wieder kein Sieg: Basketballer des TuS Syke kämpfen sich gegen Hoya in die Verlängerung und verlieren dann doch

Es gibt zwei Sichtweisen auf die Resultate der Basketballer des TuS Syke. Einerseits haben sie auch im vorletzten Saisonspiel nicht den einen für den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga Hannover noch notwendigen Sieg geholt. Andererseits hat das Team von Trainer Paul Bärwald zum zweiten Mal binnen einer Woche nur äußerst knapp gegen eine Top-Drei-Mannschaft verloren. Diesmal gab es in der BBS-Arena eine 63:66-Niederlage gegen RV Hoya – wohlgemerkt nach Verlängerung.

Diese positive Sichtweise stand dann für Bärwald auch im Vordergrund, schließlich hatten die Syker nach der Winterpause gegen deutlich schwächere Gegner teilweise desolate Leistungen geboten und sich mitunter mit 30 Punkten Differenz abschießen lassen. „Unser junges Team kommt so langsam in der Liga an“, erklärte Bärwald, der weiterhin auf einige verletzte Stammspieler verzichten musste. Konstante – und fast schon einzig verbliebene – Größe war wieder einmal Janis Neufeld mit 24 Punkten.

Deutlich an eine Mannschaft ging lediglich das erste Viertel, allerdings waren es nur sechs Punkte, mit denen Hoya führte. Bis zur Pause kamen die Syker auf 28:29 heran. „Wir haben mitgehalten und sind dafür noch belohnt worden“, schilderte Bärwald die spannende Schlussphase. Nach einem 24:45 vor dem finalen Abschnitt holte der TuS Stück für Stück auf und traf mit einem Alles-oder-nichts-Wurf aus der Distanz zum viel umjubelten 58:58. In den letzten zehn Sekunden passierte nichts mehr, Syke hatte ein Ausrufezeichen gesetzt. „Es war vor allem unsere Defensive, die für das ausgeglichene Spiel gesorgt hat“, meinte Bärwald.

Allerdings sind 58 selbst erzielte Körbe in eigener Halle ebenfalls nur ein mäßiger Wert, mit einer konzentrierteren Leistung im Angriff wäre die Überraschung wohl möglich gewesen. Und so zeigte sich in der Verlängerung, dass die anderen Teams routinierter sind. Viele Punkte gab es nicht mehr, Hoya hatte am Ende die Nase vorn. […]

Syker Kurier, 26.04.2012 (Karsten Bödeker)