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1. Herren Spielbericht: TuS Syke – CVJM Hannover

Tatkräftig gewehrt: Basketballer des TuS Syke unterliegen in der Bezirksoberliga Hannover dem Spitzenreiter CVJM Hannover mit 53:67

Erhobenen Hauptes verließen die Basketball-Herren des TuS Syke das Spielfeld. Gegen den Spitzenreiter der Bezirksoberliga Hannover, CVJM Hannover, gab es zwar eine 53:67 (24:39)-Niederlage, doch die Leistung hatte gestimmt. „Wir hatten keinen Sieg eingeplant und haben uns ordentlich präsentiert“, bilanzierte Trainer Paul Bärwald, den allerdings das verschlafene Anfangsviertel wurmte. Erst nach der Pause waren die Syker deutlich besser und hätten es den ebenfalls mit einigen Ersatzleuten angetreten Gästen noch schwerer machen können.

Jan Limberg, Coach des vor 50 Jahren von amerikanischen Soldaten mitten in Hannover gegründeten CVJM, zeigte sich erleichtert: „Ich bin nicht davon ausgegangen, dass wir Syke aus der Halle fegen. Die haben gute Gegenwehr geleistet. Am Ende war unsere körperliche Überlegenheit entscheidend.“ Tatsächlich war der TuS erneut mit fünf Akteuren angetreten, die noch bei den A-Junioren spielen dürften. Und diese Unerfahrenheit zeigte sich vor allem in der Offensive, wo sich Syke immer wieder leichte Abspielfehler erlaubte und vor allem bei den Rebounds schlecht aussah. Mühelos kam Hannover in dieser Phase an den Ball, spielte sich gekonnt bis unter den gegnerischen Korb vor und punktete. Allerdings gaben die Syker in der Defensive alles, so manchen Ball erkämpfte ein energischer Center Maik Bengs. Der TuS hatte nach den ersten zehn Minuten zehn Punkte Rückstand, verlor das zweite Viertel mit weiteren fünf Zählern. Fast schon typisch war eine solche Schwächephase auch in den vergangenen Partien gewesen. „Wir haben es dem Gegner wieder zu leicht gemacht“, so Bärwald, den die zweite Hälfte aber wieder versöhnen sollte.

Die Gastgeber kämpften sich selbst bei einem zwischenzeitlichen 20-Punkte-Rückstand immer wieder etwas heran, das dritte Viertel gewannen sie sogar mit 19:18. Der finale Abschnitt endete unentschieden. CVJM-Coach Limburg wurde zwar nicht übermäßig nervös, doch sein Engagement an der Linie verriet durchaus, wie ernst der Titelanwärter die vom Abstieg bedrohten Syker nahm. Positive Stimmung Auf der TuS-Bank und unter den Fans machte sich eine positive Stimmung breit, einer von nur ganz wenigen Dreipunktewürfen auf beiden Seiten durch Sykes Routinier […] wurde ebenso kräftig und aufmunternd beklatscht wie ein energischer Konter von Janis Neufeld, den Bastian Bomhoff verwertete. Mehr als ein zwischenzeitliches 37:51 war aber nicht drin, der CVJM um seinen erfahrenen und baumlangen Center fand stets die passende Antwort.

Immerhin traf Maik Bengs noch einmal mit der Schlusssirene, und so hatten die Hausherren wenigstens den moralischen Erfolg einer gewonnenen zweiten Spielhälfte geschafft. Noch lange nach dem Ende fachsimpelten beide Trainer, schließlich müssen die Syker noch gegen die beiden Aufstiegskandidaten aus Lindhorst und Hoya spielen. Entsprechend groß dürfte bei Jan Limburg die Hoffnung auf eine mögliche Schützenhilfe sein. Beide Partien finden an den kommenden Freitagen in der heimischen BBS-Arena statt.

[Syke: Dräger (2), Neufeld (18), Bengs (5), Klostermann (5), Coskun, Cholid (10), Salame (2), Bomhoff (7), Hamelmann (2), Boyce (2)]

Syker-Kurier, 18.04.2012 (Karsten Bödeker)

Trotz 53:67 Mut im Abstiegskampf: Syke unterliegt Beinahe-Meister Hannover

So komisch es klingt: Diese Niederlage sollte den Syker Bezirksoberliga-Basketballern Hoffnung im Abstiegskampf machen. Gegen den designierten Meister CVJM Hannover zog sich der TuS bei der knappen 53:67 (24:39)-Schlappe ordentlich aus der Affäre und dürfte mit ähnlichen Leistungen dem Abstieg von der Schippe springen können. Zumal Syke weiterhin auf dem rettenden achten Platz rangiert.

Ersatzspieler machen ihre Sache sehr gut

Deshalb ging TuS-Coach Paul Bärwald mit seinem Team trotz der Pleite auch nicht allzu hart ins Gericht: „Immerhin haben wir nur 67 Punkte gegen den Klassenprimus zugelassen. Das ist okey. Wir müssen jetzt nur noch vor den letzten beiden Spielen das Teamplay und die Automatismen verbessern. Aber für unsere ersatzgeschwächte Truppe war die Leistung schon ganz in Ordnung.“ In der Tat bot das Syker Rumpfteam (gleich fünf U18-Akteure mussten aushelfen) dem Spitzenreiter energisch Paroli. Etwas Zählbares stand allerdings nie ernsthaft zur Debatte. Bereits nach dem ersten Viertel lagen die Hannoveraner mit 24:14 in Front und bauten diesen Zehn-[Körbe]-Vorsprung im weiteren Spielverlauf kontinuierlich aus. Obwohl Janis Neufeld mit 18 Punkten kräftig dagegen hielt, gab es am Ende an der verdienten 53:67-Gesamtniederlage nichts zu deuteln. Für Bärwald war das aber kein Weltuntergang: „Immerhin haben wir das dritte Viertel sogar gewonnen. Darauf können wir aufbauen. Ich bin zufrieden mit der Leistung.“

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Kreiszeitung, 19.04.2012