1. Herren Spielbericht: VfL Hameln – TuS Syke

Zurück zu alter Stärke: Sykes Basketballer feiern 75:55-Erfolg
„Wir wollen und müssen zeigen, dass wir noch in diese Liga gehören“, hatte Paul Bärwald bereits vor einigen Wochen den von ihm trainierten Basketball-Herren des TuS Syke mit auf den Weg gegeben. Sein Team hatte damals gerade zwei desaströse Niederlagen hinnehmen müssen und war auf den letzten Tabellenplatz der Bezirksoberliga Hannover abgerutscht. Die Worte scheinen gewirkt zu haben, denn nachdem der TuS jüngst eine Partie trotz deutlichen Rückstandes gedreht hatte, gab es jetzt einem 75:55 (36:26)-Erfolg beim VfL Hameln II.

Es war ein Kellerduell und der Sieg deshalb ein Pflichtsieg, damit sich die Syker überhaupt weiter Gedanken um den Klassenerhalt machen dürfen. Dennoch überzeugte, wie sicher und souverän der TuS die Punkte eingefahren hat. Und tabellarisch schlägt sich der Erfolg gleichfalls nieder: Bärwalds Truppe hat die rote Laterne des Schlusslichts abgegeben. Angeführt von den drei Top-Korbjägern Janis Neufeld, Markus Finke und Sebastian Heuer, die zusammen erfolgreicher waren als das gesamte Hamelner Team, war die Syker Offensive von Beginn an treffsicher. 5:0 und 17:6 lauteten die Führungen. „Das war neben dem klar gewonnenen dritten Viertel die entscheidende Phase“, freute sich Bärwald.

Zum Ende des ersten Abschnitts kam der VfL Hameln noch einmal auf 13:19 heran, obwohl er unterm Syker Korb oft zu hektisch agierte. Doch die Syker, die weiterhin ihren verletzten Center Patrick Weseloh ersetzen müssen, verloren einige Rebounds. Das änderte sich im zweiten Viertel, in dem der TuS seine Führung ausbaute. „Allerdings waren wir zu unkonzentriert und haben zu viele Bälle wegen Schrittfehlern verloren“, bemängelte Bärwald. Dafür legte der TuS nun einen Gang zu und führte vor dem Schlussabschnitt 53:36. Zu Beginn der finalen zehn Minuten wurde es noch mal spannend. Hameln machte Korb um Korb, startete einen 10:2-Zwischensprint. Doch Heuer und Finke antworteten, so dass Syke den alten Abstand wieder herstellte. Mit 20:19 endete dieses von beiden Seiten intensiv geführte Viertel.

„Wir hatten eine gute Grundlage geschaffen und haben nichts mehr anbrennen lassen“, bilanzierte Bärwald, der nur acht Spieler dabei gehabt hatte, während Hameln zwölf Akteure einsetzen konnte. Doch konditionell hatten die Gäste bisher sowieso die geringsten Probleme gehabt. Und mental ist der TuS nun auch wieder in der Spur. „Wir haben in den fünf noch verbleibenden Partien alle Trümpfe in der Hand“, betont Bärwald, der aber weiß, dass nun die vermeintlich stärkeren Gegner warten.

TuS Syke: Neufeld (24 Punkte), Finke (19), Heuer (18), Bomhoff (6), Dräger (4), Salame (2), Bäuning (2), Müller.

Syker-Kurier, 07.03.2012 (Karsten Bödeker)


Syke hat’s wieder in der Hand (…)
Wichtiger Befreidungsschlag für die Basketballer des TuS Syke im Bezirksoberliga-Abstiegskampf. Im Kellerduell beim VfL Hameln setzte sich der TuS mit 75:55 (36:26) durch und gab die Rote Laterne und damit den Abstiegsplatz an Hameln ab. Entsprechend groß war dim Anschluss die Erleichterung bei Sykes Coach Paul Bärwald: „Jetzt haben wir in den letzten fünf Partien den Klassenerhalt wieder selbst in der Hand. Es liegt an uns, zu zeigen, dass wir in diese Klasse gehören.“

Mit Leistungen wie im „Abstiegsendspiel“ in der Rattenfängerstadt gehört das Kreisteam definitiv in die Bezirksoberliga. Syke präsentierte sich von Beginn an hellwach, griff in der Defensive beherzt zu und schloss in der Offensive treffsicher ab. Lediglich das Rebound-Verhalten ließ etwas zu wünschen übrig, so dass die Gäste zur Halbzeit beim 36:26 „nur“ mit zehn Punkten in Front lagen. Doch mit zunehmender Spielzeit bekam der TuS auch sein Rebound-Problem immer besser in den Griff. Angetrieben von einem gut aufgelegten Janis Neufeld (24 Punkte) zog Syke nach dem dritten Abschnitt auf 55:36 davon und verwaltete diese Führung im letzten Durchgang routiniert. Am Ende hieß es 75:55 für die Hachestädter, die damit ordentlich Selbstbewusstsein für den Saison-Endspurt tankten. Entwarnung wollte Bärwald aber noch nicht geben: „Es wird noch ein hartes Stück Arbeit. Gegen unsere letzten Gegner haben wir in der Hinrunde alle verloren.“ (…)

Kreiszeitung, 07.03.2012