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1. Herren Spielbericht: TuS Jahn Lindhorst – TuS Syke

Schulterverletzung schockt TuS Syke: Basketballer verlieren in Lindhorst
Die Aufholjagd der Basketballer des TuS Syke im Abstiegskampf der Bezirksoberliga Hannover ist gestoppt. Beim TuS Jahn Lindhorst gab es eine 66:71 (32:43)-Niederlage. Die kam angesichts des deutlich besseren Tabellenstandes des Gegners nicht komplett unerwartet, war in ihrem Entstehen aber ärgerlich.

Tragisch und viel schlimmer als die verlorenen Punkte war aber die schwere Verletzung von TuS-Akteur Markus Finke, der sich die Schulter auskugelte und auf nicht absehbare Zeit ausfallen wird. Es war Mitte des dritten Viertels, als Finke die Hand auf dem Ball hatte, ein Gegner ihm das Spielgerät wegschlagen wollte, Finkes Arm jedoch nicht nachgab und am dafür vorgesehen Gelenk am Ellbogen einknickte. Stattdessen wirkte die Hebelwirkung des ausgestreckten Armes auf die Schulter, die aus dem Gelenk sprang und Finke unglaubliche Schmerzen bereitete. Der Syker wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Stadthagen gebracht. „Die kannten unsere Trikots schon“, meinte Trainer Paul Bärwald sarkastisch, denn vor nicht einmal drei Monaten erlitt Sykes Center Patrick Weseloh die gleiche Verletzung bei einem Auswärtsspiel und landete ebenfalls in besagtem Spital.

Nach der halbstündigen Unterbrechung startete der TuS einen kurzen Zwischenspurt. „Insgesamt aber hat uns die Verletzung natürlich beschäftigt. Und außerdem kam für Lindhorst die Unterbrechung gerade recht, denn die waren konditionell ziemlich am Ende“, so Bärwald. Es war schließlich wieder einer der Tage, an dem die Basketballdiva TuS Jahn einen schwächeren Tag erwischt hatte. „Die hatten auch nur acht Leute“, so Sykes Coach.

Die Gäste starteten furios, gingen mit 19:7 in Führung, um das erste Viertel dann doch nur mit 19:15 für sich zu entscheiden. Der Schwächephase zum Ende des ersten Abschnitts folgte ein totaler Blackout im zweiten Viertel. Das gewannen die Hausherren mit 28:13 und lagen so zur Pause mit 43:32 vorne. Fehlpässe, Unaufmerksamkeiten, fehlende Cleverness und mangelnde Disziplin waren die Merkmale des Syker Spiels in dieser Phase. Trotz des Verletzungsschocks verkürzte das Bärwald-Team im dritten Viertel und glich im letzten Teil sogar zum 65:65 aus. „Wer ist denn hier eigentlich die Diva der Liga?“, mochte sich nicht nur der Übungsleiter der Gäste gefragt haben, denn der Zwischenspurt seiner Mannen war einfach nur stark gewesen. „Doch am Ende waren wir nicht abgezockt genug“, haderte er.

TuS Syke: Neufeld (23), Bomhoff (10), Bäuning (8), Winzia (9), Finke (10), Salame (4), Bengs (2), Müller.

Syker-Kurier, 14.03.2012 (Karsten Bödeker)


Schock durch Finkes Ausfall: Topscorer kommt in Klinik (…)

Leichter Rückschlag für den TuS Syke im Abstiegskampf der Basketball-Bezirksoberliga: Beim Titelaspiranten TuS Jahn Lindhorst zogen die Hachestädter unglücklich mit 66:71 (32:43) den Kürzeren und verpassten einen Befreiungsschlag denkbar knapp. Viel mehr als die Niederlage beschäftigte Sykes Trainer Paul Bärwald allerdings die Verletzung von Leistungsträger Markus Finke: „Markus hat sich die Schulter ausgekugelt und musste vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden. Das war natürlich ein schwerer Schock für uns.“ Allerdings steckte dies das bereits im Vorfeld arg dezimierte Gäste-Team gut weg. Schon vor Finkes Ausscheiden hatte der TuS einen packenden Kampf abgeliefert und lag beim 41:53-Rückstand weiter in Schlagdistanz. Anstatt ohne ihren Topscorer in sich zusammen zu fallen, legten die Syker sogar noch eine Schippe drauf. Anfang des vierten Viertels kamen die Gäste auf 61:63 heran und glichen vier Minuten vor dem Ende sogar zum 65:65 aus. „Aber dann hatten wir viel zu einfache Ballverluste und Fehlpässe“, ärgerte sich Bärwald. Die Folge: Lindhorst wackelte zwar, rettete sich aber doch mit 71:66 ins Ziel. Bärwald zog indes trotz der Niederlage ein positives Fazit: „Wir haben uns gut verkauft. Es ist zwar ärgerlich zu verlieren, wenn man drei der vier Viertel für sich entscheidet, aber auf der Leistung können wir aufbauen.“ (…)

Kreiszeitung, 14.03.2012