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2. Herren

2. Herren Spielbericht: TK Hannover – TuS Syke

Niederlage in Hannover | Viele Zwangsoptimisten behaupten ja immer, das Qualität über Quantität geht, jedoch mussten diese Besserwisser scheinbar noch nie mit lediglich sechs Spielern beim Gastgeber aus Hannover antreten, wobei ein Großteil dieser Spieler entweder grippegeschwächt war oder notorisch mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Folgerichtig verlor das optische Altersheim der Beers aus Syke seine Auswärtspartie beim TK aus Hannover verdient mit 53:75.

Bereits im Vorfeld der Partie hatte sich dieses personelle Dilemma abgezeichnet. Mit Thorben Hamelmann, Jan Cholid (beide U18 Spiel), Claas Sander (Urlaub), Oliver Bobrink (Arbeit), Julian Franke (verletzt) und Björn Hansemann (privat) fehlten insgesamt sechs feste Rotationsspieler und selbst im verbleibenden Spielerkader waren keineswegs alle Spieler bei 100% – spielen mussten sie dennoch.

Die Mission Impossible „Auswärtssieg“ erhielt einen weiteren Dämpfer, als sich bereits frühzeitig vor dem Sprungball, in der Halle der Gastgeber, ein wahrer Hexenkessel formierte. Zahlreiche Spielerinnen der Damenmannschaft aus Hannover haben ihrer Hysterie freien Lauf gelassen und mit Hilfe von zahlreichen Plakaten ihre Liebe zum Spielertrainer der Hannoveraner, Christoph Weber, offen gelegt. Wildes gekreische paarte sich mit herumfliegender Unterwäsche zu einem atemberaubenden Kollektiv der Bewunderung und selbst männliche Mitspieler der höheren Herrenmannschaften des Vereins gesellten sich zu der Schar von Groupies. Toleranz wird in Hannover groß geschrieben.

Kommen wir aber zum sportlichen. Hier zeigten sich die Beers leider frühzeitig von der aggressiven Atmosphäre beeindruckt und man legte schnell einen 0:6 Fehlstart hin, konnte seinerseits jedoch direkt im Anschluss durch das Durchlaufen der neuen Spielsystem erste offensive Akzente setzen. Das Spiel ging nun hin und her, wobei beide Mannschaften in erster Linie aus den Schnellangriffen heraus punkteten und ihre Mühe und Not hatten ein geordnetes Setplay zu entwickeln. Schlussendlich endeten die ersten zehn Spielminuten mit einer 16:13 Führung zu Gunsten der Gastgeber aus Hannover. Das zweite Viertel gestalteten die Gäste aus der Hachestadt deutlich besser. Immer wieder wurde die gegnerische Zonenverteidigung gut von den Aufbau- und Flügelspielern der Syker attackiert und die daraus resultierenden, offenen Wurfgelegenheiten wurden hochprozentig ausgenutzt. Folgerichtig rettete man eine 30:28 Halbzeitführung in die Pause.

Was bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwähnt wurde: das Spieltempo war trotz des niedrigen Gesamtscores sehr hoch und der daraus resultierende konditionelle Aderlass war den Sykern bereits zur Pause ins Gesicht geschrieben. Sah man den Sykern in die Augen, so könnte man meinen, man blickte in die Augen eines Menschen, welcher mit dem Leben bereits abgeschlossen hatte und einfach in Frieden zu Grunde gehen möchte. Pustekuchen! Die Schiedsrichter pfiffen die Beers pünktlich aus dem anvisierten lebenslangen Pausenschlaf und forderten zum weiterspielen auf. Die Truppe um Spielertrainer Marc-Alexander Böwe sah dies leider völlig anders. Man ließ sich zwar physisch auf dem Platz blicken, jedoch quittierte man die Aggressivität der Hannoveraner mit konsequenter eigener Gleichgültigkeit, welche man auch nach einem 12:0 Zwischenspurt der Gastgeber beibehielt. Das Spiel war nun leider entschieden. Zwar kämpften die Beers zum Ende der Partie noch einmal, jedoch waren die gegnerischen Akteure zu diesem Zeitpunkt einfach „frischer“, da ein kompletter Kader zur Verfügung stand. Verdient gewann das Team um Teeniestar Weber mit 75:53.

Schlussendlich bleibt nur noch zu sagen, das dieser Bericht zwar teils leicht sarkastisch formuliert klingen mag, jedoch reell keine Kritik an der Leistung der Beers aufkommen sollte. Die Mannschaft hat sich teuer verkauft, jedoch fehlten bereits früh in der Begegnung die nötigen Kraftreserven, um das Spiel bis zum Ende offen zu halten. Für die Altherrentruppe gilt es nun den gemeinsamen Fokus auf die kommende Begegnung gegen den Gast aus Bothfeld (Samstag, 16.15 Uhr) zu legen und wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt einzusammeln. Während die Gäste durch ihren Überraschungssieg in Rusbend hoch motiviert in dieses Spiel gehen werden, gilt es für die Beers, diese Energie zu toppen.

Ein letzter Gruß geht noch an unsere erste Herrenmannschaft, welche nach einer kämpferischen Glanzleistung noch in Barsinghausen gewann. GOOD JOB J

Punkteverteilung: Stubbemann (34), Böwe (8), Hespe (8), Döpkens (3), Speckmann, Kretschmar.

(Christian)