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1. Herren Spielbericht: TSV Barsinghausen – TuS Syke

Sie können auch anders: Basketballer des TuS Syke erleben erneut ein katastrophales erstes Viertel – gewinnen aber trotzdem

Dieses Erfolgserlebnis haben die Syke Bears dringend benötigt: „Das war nach den vier Rückschritten in den vergangenen Spielen mal wieder ein Schritt nach vorne“, freute sich Trainer Paul Bärwald über den 82:76 (46:32)-Erfolg seiner Korbjäger beim TSV Barsinghausen. In der Tabelle der Bezirksoberliga Hannover bleibt das Team dennoch vorerst auf dem letzten Platz.

„Die Partie startete engagiert – aber im Ergebnis katastrophal“, konstatierte der Coach. Nach einer völlig missratenen Auftaktphase blinkte auf der Anzeigetafel ein 4:21-Rückstand auf. In der Offensive wurden reihenweise einfache Korbleger nicht im Ziel untergebracht, in der Abwehr stimmte das Timing nicht. So kamen die Syker häufig einen Schritt zu spät und sammelten statt des Balles etliche Fouls ein. Allein zehn der insgesamt 26 gegnerischen Punkte aus dem ersten Viertel resultierten aus Freiwürfen. Einzig Markus Finke gelang es in dieser Phase dank mehrerer starker Rebounds an beiden Brettern und erfolgreicher Würfe, die Syker im Spiel zu halten. „Man hat in dieser Phase gesehen, dass die Spieler wollten, aber nicht konnten“, erklärte Bärwald. „Dafür zeigte das Team kämpferisch eine gute Moral.“ In der Folge stabilisierte sich der TuS, die Aktionen wirkten entschlossener und brachten den gewünschten Erfolg. Auf Grund einiger Fehler reichte es allerdings noch nicht, um die Barsinghauser einzuholen. Völlig verdient ging der TSV mit einer 46:32-Führung in die Halbzeitpause.

Mit Beginn des dritten Viertels stabilisierte sich auch die Defensive der Syker Bears immer mehr, die Gastgeber kamen lediglich noch zu 13 Zählern. Obwohl die Quote der Ballverluste noch immer nicht entscheidend gesunken war, hatte der TuS den Rückstand vor dem Schlussviertel auf sieben Zähler heruntergeschraubt (52:59). Bei den Hausherren machten sich in dieser entscheidenden Phase einige konditionelle Defizite bemerkbar. Nun war es die Formation aus Barsinghausen, die Fehler und Turnovers produzierte, während die Syker in den Eins-gegen-eins-Situationen und nach Fastbreaks punkteten. Insbesondere Lennart Bäuning ebnete mit zehn Zählern in den ersten fünf Minuten des vierten Viertels den Weg für eine gelungene Aufholjagd. Nach einem Lauf von 9:0-Punkten hatten die Gäste die Begegnung endgültig gedreht, nach 35 Minuten lagen sie erstmals in Führung. „Wir haben trotz der teilweise strittigen Schiedsrichterentscheidungen in der ersten Hälfte nicht die Köpfe hängen lassen, zumal die Entscheidungen später zu unseren Gunsten kippten“, schilderte Paul Bärwald. „Während Barsinghausen nun foulte und meckerte, haben wir unsere Freiwürfe sicher verwandelt. Der Antrieb im Team hieß Sebastian Heuer, der über vier Viertel fast unmenschlich gut jeden gegnerischen Aufbauspieler verteidigt hat. Außerdem hat er in den letzten zwei Minuten sieben unserer zehn Punkte gemacht.“

Trotz des Lobes für seine Schützlinge wollte der Coach den Befreiungsschlag nicht überbewerten: „Es war eher ein moralischer Sieg. Wir haben noch nicht wieder die Stärke, die uns einmal ausgezeichnet hat. Es liegt noch viel Arbeit vor uns“, kündigte Bärwald an.

TuS Syke: Bäuning (17), Finke (12), Neufeld (20), Heuer (21), Bomhoff (7), Winzia (2), Bengs (3), Dräger, Salame.

Malte Bürger, Syker Kurier, 22.02.2012


Heuer rührt Beton an – und Syke siegt 82:76
(…) Eminent wertvoller Erfolg für Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke: Beim TSV Barsinghausen triumphierte der Tabellenletzte mit 82:76 (32:46) und darf wieder vermehrt auf den Klassenerhalt hoffen. Entsprechend groß war die Erleichterung bei TuS-Coach Paul Bärwald: „Das war ein Schritt vorwärts. Kämpferisch war das absolut in Ordnung. Wir haben Moral bewiesen.“

Insbesondere Sebastian Heuer zollte Bärwald ein Sonderlob: „[Sebastian] hat fast unmenschlich gut verteidigt und den Barsinghauser Aufbauspieler komplett aus dem Spiel genommen.“ Zunächst nutzten allerdings auch Heuers Defensivkünste nur wenig. Syke startete katastrophal und geriet schnell mit 4:21 in Rückstand. Mit zunehmender Spielzeit fingen sich die Gäste zwar ein wenig, doch auch nur Halbzeit lag der TuS beim 32:46 immer noch deutlich zurück.

„Dann haben wir uns gerade in der Abwehr stabilisiert und im dritten Viertel nur 13 Punkte zugelassen. Das ist akzeptabel“, lobte Bärwald sein Team. Die Folge: Syke verringerte den Abstand auf sieben Punkte (52:59) und blies anschließend zur Schlussoffensive. Mit Erfolg: Während Barsinghausen konditionell abbaute, nutzten die Hachestädter die Schwächephase der Hausherren eiskalt aus. Durch schnelles Fastbreakspiel erarbeitete sich der TuS nach 35 Minuten erstmalig eine Führung und rettete diese am Ende ungefährdet mit über die Zeit. (…)

Kreiszeitung, 22.02.2012