1. Herren Spielbericht: SC Langenhagen – TuS Syke

Guter Mittelteil reicht nicht aus
Sykes Basketballer unterliegen dem SC Langenhagen mit 54:57

Die Basketball-Männer des TuS Syke sind nach ihrem furiosen 77:75-Erfolg über den VfL Hameln früher als erhofft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Beim Tabellenschlusslicht der Bezirksoberliga Hannover, dem SC Langenhagen, setzte es eine 54:57 (22:34)-Pleite. Es war der erste Saisonsieg der Gastgeber nach zuvor zwei Niederlagen.

Schon die Anfangsphase ging aus Sicht der Gäste daneben, der TuS lag schnell mit 0:8 in Rückstand. Generell habe der Gegner in dieser Phase sehr sicher über seine groß gewachsenen Center gepunktet, erkannte TuS-Trainer Paul Bärwald. „Außerdem kam das körperbetonte Spiel den robusteren Langenhagenern entgegen“, ergänzte der Coach. Der Zwölf-Punkte-Rückstand zur Pause sei jedenfalls folgerichtig gewesen.

Doch so leicht wollten sich die Syker nicht geschlagen geben. Nach dem Wechsel fanden sie deutlich besser zu ihrem Spiel und setzten nun verstärkt eigene Akzente. Die umgestellte Zonen-Verteidigung des TuS zeigte Wirkung. Im Zuge der effektiveren Spielanlage verbesserte sich auch die Trefferquote aus dem Feld. Es war demnach kein Zufall, dass die Syker zu Beginn des finalen Viertels sogar in Führung gingen – zum ersten und zum letzten Mal in dieser Partie.

Paul Bärwald vermisste in den entscheidenden Situationen den letzten Tick Entschlossenheit, „zudem hatten wir nicht mehr so viel Wurfglück“. Auch Langenhagen präsentierte sich nicht als Ausmaß an Treffsicherheit, aber sie hatten eben weiterhin ihre gut aufgelegten Center, die an diesem Tag den Unterschied ausmachten. So sprach Paul Bärwald nachher von einer „ärgerlichen, aber in der Summe berechtigten Niederlage“, begünstigt durch eine einmal mehr „indiskutable Freiwurfquote“. Doch statt der eigenen Mannschaft große Vorwürfe zu machen, übte der Coach lieber Selbstkritik: „Meine Defensivtaktik ging nicht auf“, erklärte Bärwald, „ich hätte eher auf eine Zonen-Verteidigung umstellen müssen.“ Die Langenhagener sprechen auf ihrer Internetseite dagegen von „der besten Saisonleistung“.

© Syker Kurier vom 01.12.2011, Jens Hoffmann


Zonenverteidigung kommt zu spät
Coach Bärwald nach Syker 54:57 selbstkritisch

Vermeidbare Schlappe für Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke. Mit 54:57 (22:34) unterlagen die Rot-Weißen beim SC Langenhagen und verpassten so knapp den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Entsprechend angefressen wirkte TuS-Coach Paul Bärwald: „Eine äußerst ärgerliche Schlappe. Aber insgesamt ist die durchaus berechtigt.  Wir sind zu spät aufgewacht.“

In der Tat bekamen die Gäste zunächst keinerlei Zugriff auf das Spiel. Die wesentlich robusteren Langenhagener kauften Syke anfangs komplett den Schneid ab und lagen zur Halbzeit verdient mit zwölf Punkten in Front. Erst als Bärwald nach der Pause auf eine Zonen-Verteidigung umstellte, fand das Kreisteam besser in die Partie hinein. „Die Taktik hätte ich von Beginn an wählen sollen. Nicht erst, als es schon fast zu spät war“, ärgerte sich Sykes Trainer. Völlig zu spät für eine Aufholjagd war es indes noch nicht. Immer näher rückte der TuS an die Hausherren heran und ging im Schlussviertel sogar mit einem Punkt in Führung. Syke träumte wieder vom Sieg, doch zu früh gefreut. Trotz bester Chancen und diversen Freiwürfen hatten die Gäste am Ende hauchdünn mit drei Punkten das Nachsehen. Für Bärwald zwar ein Ärgernis, doch der TuS-Coach fand auch positive Aspekte: „Insbesondere unser Debütant James Boyce hat mich defensiv voll überzeugt, und Bastian Bomhoff hat ebenfalls eine prima Leistung geboten. Das war erfreulich.“

© Kreiszeitung vom 01.12.2011

SC Langenhagen 57:54 TuS Syke (15:13, 19:9, 13:21, 10:11)
Statistiken des Spiels