1. Herren Spielbericht: TuS Syke – VfL Hameln

Spannung bis zur Schlusssirene
1. Herren kämpft den VfL Hameln II mit 77:75 nieder

Spannung bis zur letzten Sekunde, die Schnelligkeit, in der Prognosen über den Spielausgang über den Haufen geworfen werden müssen – das sind die Zutaten, die zum Basketball einfach dazu gehören. Umso mehr, wenn sich zwei engagierte und gleichwertige Teams gegenüberstehen. Dann kommt es auf Kleinigkeiten und die besseren Nerven an. Der TuS Syke bot seinen Zuschauern vor diesem Hintergrund in der Bezirksoberliga Hannover wieder mal beste Unterhaltung. Am Ende reichte es zu einem 77:75 (32:35)-Erfolg gegen den VfL Hameln II.

„Es könnte doch jetzt einfach mal gut zu Ende gehen“, raunten Siegfried Bengs und Hanno Dettlof, zwei der Organisatoren der Syker Basketballsparte, während des Schlussviertels. Diesmal ging es tatsächlich gut aus, einfach machte es sich die junge Mannschaft aber nicht. Die Syker hatten erst in den finalen 60 Sekunden – unterstützt von 30 lärmenden und jubelnden Fans – ihren Vorsprung ausgebaut. Das reichte aus, um den nicht minder kämpfenden VfL auf Distanz zu halten.

Es war ein Spiel auf des Messers Schneide. „Wir haben aber aus dem letzten Spiel gelernt und waren clever genug, es konzentriert zu Ende zu bringen“, freute sich Trainer Paul Bärwald, der vor vier Wochen nach einem ähnlich spannenden Match gegen Barsinghausen noch mit leeren Händen dagestanden hatte. Die Syker hatten von Beginn an im Rückstand gelegen und liefen diesem immer hinterher, ohne den Gegner jedoch aus dem Blick zu verlieren. Gegen Ende des dritten Viertels machten sie aus einem 42:49 ein 54:54. Hameln verwarf zwei Freiwürfe, während Patrick Weseloh seinerseits beide Versuche von der Linie verwandelte. Der TuS führte plötzlich mit 56:54 – das richtige Signal für den Schlussabschnitt.

Neufeld wieder bester Scorer

Was gehen kann, wenn’s läuft, zeigte später Youngster Jacques Salame. Bei einem schnellen Angriff spielte er den Ball in vollem Lauf hinter seinem Rücken zu Dennis Winzia, der zum 73:66 traf. Zwar verkürzte Hameln 25 Sekunden vor der Schlusssirene auf 71:74, doch weil Syke immer wieder die richtige Antwort parat hatte, war sechs Sekunden vor dem Ende alles klar. Janis Neufeld, mit 22 Punkten wieder einmal erfolgreichster Scorer, verwandelte zwei Freiwürfe zum 77:74. Hameln traf im Gegenzug nur noch mit einem Freiwurf und wies diesbezüglich ohnehin eine hohe Fehlerquote auf.

Es war ein umkämpftes Duell von beiden Seiten, und TuS-Akteur Maik Bengs mit seiner aufgeplatzten Lippe symbolisierte das. Paul Bärwald hatte eine geschlossene und gute Mannschaftsleistung gegen einen körperlich starken Gegner gesehen, der auch Akteure aus dem Regionalligakader seiner ersten Mannschaft dabei hatte. Herausheben wollte der Coach keinen seiner Schützlinge, doch besonders Winzia brachte seine Erfahrung ein, Center Patrick Weseloh überzeugte unter beiden Körben und erzielte zehn Punkte. Überhaupt war die Partie nicht nur spannend, sondern stand sowohl kämpferisch als auch spielerisch auf hohem Niveau.

Mit klaren Entscheidungen trug das Schiedsrichtergespann aus Lehrte zudem zu einem gelungenen Basketball-Nachmittag bei. Beispiel gefällig? Referee Rüdiger Jacobi zitierte schon mal etwas unkonventionell, aber wirksam vier Akteure zu sich, um für die nötige Ruhe zu sorgen.
Quelle: Syker-Kurier, 16.11.2011 (Karsten Bödeker)


Denis Winzia feiert ein beachtliches Comeback
Neben Neufeld bester Syke Shooter beim 77:75

Wichtiger Erfolg für Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke: Mit 77:75 (32:35) rang Syke den VfL Hameln II nieder und verschaffte sich durch den zweiten Saisonsieg Luft im Abstiebskampf. Entsprechend erleichtert wirkte TuS-Coach Paul Bärwald: „Erfolge gegen direkte Konkurrenten sind doppelt wertvoll. Jetzt sind wir auf einem guten Weg.“

Zunächst mussten Bärwald und Co. allerdings ein Wechselbad der Gefühle durchlaufen. Die durch etliche Regionalliga-Leihgaben aufgemotzte Hamelner Truppe kaufte Syke durch eine robuste Spielweise anfangs den Schneid ab und lag zur Halbzeit noch mit 35:32 in Front. „Wir sind aber immer dran geblieben und haben nie aufgesteckt“, lobte Bärwald den enormen Kampfgeist seines „Bubi-Teams“. Dieser sollte schnell Wirkung zeigen. Dank einer starken Defensivleistung sowie zwei treffsicheren Shootern Janis Neufeld und Denis Winzia (feierte nach drei Jahren Wettkampfpause ein beachtliches Comeback) drehten die Hausherren bereits nach dem dritten Durchgang den Spieß um. Zwei Punkte betrug der TuS-Vorsprung vor dem letzten Viertel – und dieses hauchdünne Polster rettete das Kreisteam auch letztendlich über die Zeit. Am Ende hieß es 77:75 für die Gastgeber, was Syke den Klassenerhalt ein erhebliches Stück näher bringt.
Quelle: Kreiszeitung, 16.11.2011 (drö)

[Statistikes des Spiels]