1. Herren Spielbericht: UBC Hannover – TuS Syke

Knapp gescheitert
Sykes Basketballer müssen sich Spitzenreiter UBC Hannover 62:75 geschlagen geben

Für das erneute Lob vom Gegner konnten sich die Basketballer des TuS Syke nichts kaufen. In der Bezirksoberliga gab es beim designierten Meister UBC Hannover eine 62:75 (45:40)-Niederlage. Doch der Halbzeitstand verrät es, im ersten Abschnitt waren die Gäste mehr als ebenbürtig. „Wir haben eine perfekte erste Hälfte gespielt, sind nach der Pause aber leider eingebrochen“, kommentierte Trainer Dejan Stojanovski den Spielverlauf. Grund war neben der unbestreitbaren Qualität der Gastgeber der Personalengpass der Syker. „Wie schon gegen Bergkrug“, zeigte sich Stojanovski ernüchtert.

Zwar mussten die Syker diesmal nicht in Unterzahl zu Ende spielen, doch mit dem jungen Jacques Salme und Paul Bärwald standen zwei angeschlagene und für einen Endspurt nicht genügend fitte Spieler auf dem Parkett. „Ich habe die beiden gebracht, aber hätte gern andere Alternativen gehabt“, gestand Stojanovski. Denn der starke und mit 22 Körben auch höchst erfolgreiche Markus Finke mussten nach dem fünften Foul im Schlussabschnitt auf der Bank bleiben. „Wir haben eigentlich nur vier Fouls gezählt, aber darauf kam es auch nicht mehr an“, meinte der Syker Coach, für den das dritte Viertel entscheidend war. Denn da hatte sein junges Team der fehlenden Erfahrung Tribut zollen müssen und diesen Abschnitt mit 12:24 verloren. Das war der Anfang vom Ende. „Wir waren körperlich nicht präsent, und als der Gegner etwas Härte reinbrachte, hat das meine Spieler zu sehr beeindruckt. Aber so geht es im Herren-Basketball nunmal zu.“Hinzu kam, dass der gute Finke und Patrick Weseloh unter dem gegnerischen Korb nicht mehr ausreichend angespielt worden waren. Tatsächlich verstanden es die zuvor starken und einfallsreichen Janis Neufeld und Niklas Dettlof selber nicht, warum sie abgebaut hatten. Schließlich hatten die Syker vor der Pause couragiert und variantenreich gespielt. Folgerichtig führten sie nach zehn Minuten mit vier und nach 20 mit fünf Körben Differenz. UBC drohte nach der Hinspielniederlage die zweite Pleite gegen das junge TuS- Team, das dem Favoriten alles abverlangte. Vielleicht waren es wieder die fehlenden Kleinigkeiten, die Stojanovski später monieren sollte. Denn selbst nach dem dritten Viertel beim Stand von 57:64 war noch nicht alles verloren für die Gäste. Allerdings kam neben der mentalen Verunsicherung die körperliche Schwäche hinzu, zumal Marten Klaus nach zweiwöchiger Verletzung konditionell abbaute. UBC warf alle Routine in den Ring und ließ Syke nicht mehr aufkommen. Das vierte Viertel endete dann mit für Basketballverhältnisse fast schon unglaubliche wenigen Punkten 11:5. „Beide Teams haben eben gut verteidigt“, merkte Dejan Stojanovski trocken an. Nur konnte sein Team eben in der Offensive nichts mehr zusetzen.
SYKER-KURIER, 16.03.2011


Bei Sykes Basketballern lassen am Ende die Kräfte nach – 62:75
Bezirksoberligist verliert in Hannover / 42 Punkte von Finke und Dettlof

Schützenhilfe knapp verpasst: Trotz einer äußerst engagierten Vorstellung zog Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke beim Klassenprimus UBC Hannover mit 62:75 (45:40) den Kürzeren und konnte dem RV Hoya im Titelkampf nicht unter die Arme greifen. Genau dies war im Vorfeld das erklärte Ziel von TuS-Topscorer Niklas Dettlof gewesen: „Wir würden Hoya echt gerne helfen. Außerdem wäre es auch toll, wenn wir als einziges Team UBC zweimal schlagen könnten.“

Bis zur Halbzeit schien sein Plan auch bestens aufzugehen. Syke erwischte die klar favorisierten Hannoveraner zunächst auf dem falschen Fuß und lag ständig in Front. Eine 23:19-Führung nach dem ersten Viertel bauten die Hachestädter bis zum Halbzeitpfiff zu einem 45:40-Vorsprung aus. Sicherlich kein bequemes Ruhekissen, aber dennoch ein hervorragender Beginn. Zumal Hannover bis dato ausgesprochen verunsichert wirkte und insbesondere Markus Finke und Dettlof, die zusammen für stolze 42 Punkte verantwortlich zeichneten, überhaupt nicht in den Griff bekam. Erst als beim Syker Minikader (nur sieben Akteure) langsam die Kräfte schwanden, bekam das robuste Team aus der Landeshauptstadt Oberwasser. Syke bot dem körperbetonten Spiel der Hausherren nun nicht mehr so energisch Paroli wie am Anfang und geriet immer mehr ins Hintertreffen. Am Ende hieß es 75:62 für Hannover, die den TuS aber dennoch als ihren bislang spielstärksten Konkurrenten bezeichneten. Immerhin ein nettes Kompliment für Syke. Kaufen können sich die Hachestädter dafür allerdings nichts.
Kreiszeitung, 16.03.2011

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