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2. Herren

2. Herren Spielbericht: MTV Stolzenau – TuS Syke

Erste Rechnung beglichen
Zukünftig sollte der Vereinsbus der Herrenvertretung der Syke Bears mit Teflon beschichtet werden, da die Truppe um Spielertrainer Marc-Alexander Böwe derartig in der Liga heiss gelaufen ist, das sie droht überall haften zu bleiben. Zu spüren bekamen das am heutigen Samstagabend, pünktlich zur Prime-Time um 20.30 Uhr, die Mannschaft aus Stolzenau, welche im Hinspiel noch ihrerseits die Punkte aus Syke entführen konnte und auch dementsprechend motiviert in die Partie ging.

Es waren dennoch die Gäste aus der Hachestadt, die direkt zum Anpfiff das Gaspedal durchdrückten und durch eine eng gestaffelte Verteidigung früh in Führung gingen und immer wieder leichte Punkte aus dem Fastbreak generieren konnten. Die Gastgeber konnten in dieser Phase glücklich sein, das der ein oder andere gezwungene Mitteldistanzwurf geistesgegenwärtig in die Reuse gurkte. Die Bärenbande lies sich davon aber keineswegs verunsichern und führte somit verdient nach den ersten zehn Spielminuten mit 20:8.

Das zweite Viertel mündete schnell in einem offenen Schlagabtausch. Während auf Seiten der Gäste in erster Linie nur noch Flügelspieler Stubbemann zu offenen Würfen kam, trugen sich auf stolzenauer Seite diverse Akteure auf den Spielbogen ein. Erschreckend schwach war in dieser Phase der Einsatz der Syker, welche sich scheinbar zu früh zu sicher waren. Folgerichtig stand es zur Halbzeitsirene nur noch 36:27 für die Beers.

Trainer Marc Böwe schwörte das eigene Team nun intensiv auf das kommende Viertel ein, welches sich des öfteren als spielentscheidend im Saisonverlauf ergeben hat. Das Team folgte sukzessiv diesen Worten und nun war es an Flügelspieler Claas Sander die Mannschaft zu tragen. Immer wieder konnte er sich gegen die löchrige Verteidigung durchsetzen und entscheidende Punkte markieren. Leider spielten die restlichen Akteure zu defensiv und ängstlich und die Verteidigung hielt auch nicht mehr das, was das erste Viertel versprach. Nach 30 Minuten war somit bei einem Zwischenstand von 52:44 alles offen und die Intensität (soweit dies für Bezirksklassenbasketball überhaupt der richtige Begriff ist) war auf ihrem Höhepunkt.

Die letzten zehn Spielminuten begannen furios. Oliver „der Traktor“ Bobrink konnte sich immer wieder gut in Szene setzen und das Team aus Stolzenau wusste darauf nie eine Antwort. Egal wer sich dem Centerspieler der Hachestädter entgegenwarf, alles prallte ab. Die Syker konnte sich in dieser Phase vorentscheidend absetzen und sahen beim 68:52 nach 35 Minuten bereits wie der sichere Sieger aus. Die Gastgeber sahen das leider anders. Plötzlich fiel mal wieder alles von außen und die Syker kamen sich wie in einem schlechten Streifen vor und erinnerten sich wohl stückweise auch an die Auswärtsreise nach Luthe, wo die Gastgeber ebenfalls in der Schlussphase nach belieben punkteten. Die Marschroute der Stolzenauer war strikt definiert: vorne unmögliche Würfe treffen, danach schnell in ein sukzessives Hack-a-Bear-Verhalten umschalten und die Syker an die Linie schicken. Blöd nur, das die Bears die eigenen Nerven in der Heimat ließen und sich keine Blöße gaben. Nach schier endlosen Schlusssekunden lag man sich nach 40 Minuten aber wieder in den Armen. 82:74. Auswärtssieg.

Dieser vierte Sieg „in Folge“ ist umso höher zu bewerten, da völlig unerwartet zum Spielbeginn auch tatsächlich Schiedsrichter in der Halle waren. Dem Team ist es hoch anzurechnen, das sie sich von dieser Tatsache nicht aus dem Konzept werfen ließ und eine „ruhige Kugel“ schob. Konnt‘ ja keiner mit rechnen.

Punkte: Stubbemann (37 Punkte, 1 Dreier, 10/12 Freiwürfe), Bobrink (17, 3/8), Pflug (8), Hespe (6, 4/4), Sander (6), Hanseprinzessin (4), Böwe (4), Speckmann, Franke