1. Herren Spielbericht: TV Bergkrug – TuS Syke

Lob trotz geplatzter Titelträume
Dettlof und Neufeld Sykes beste Werfer

Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke muss sich seine Titelträume endgültig abschminken. Beim TV Bergkrug unterlagen die stark ersatzgeschwächten Hachestädter mit 75:84 (39:41). Nun kommen sie für die Meisterschaft definitiv nicht mehr in Frage.

Trotzdem fand der Vorsitzende des Förderkreises, Hanno Dettlof, lobende Worte für seine Youngster: „Obwohl wir nur sechs Akteure dabei hatten, war das eine starke Leistung von uns. Gegen so ein gutes Team darf man verlieren.“ Zunächst bot der Syker Rumpfkader den ambitionierten Hausherren sogar erstaunlich gut Paroli. Gerade die beiden Topscorer Niklas Dettlof mit 24 Punkten und Janis Neufeld, der 22 Zähler beisteuerte, leisteten sich kaum Fehlversuche und hielten die Partie mit ihren Treffern jederzeit ausgeglichen. Nach einem knappen 39:41-Halbzeitrückstand erkämpfte sich der TuS im dritten Abschnitt gar einen 62:60-Vorsprung. Selbst das letzte Aufgebot der Gäste schien einem Erfolg entgegen zu steuern – doch die Syker freuten sich zu früh. Nacheinander kassierten Paul Bärwald und Maik Bengs im letzten Viertel ihr fünftes persönliches Foul, so dass der TuS die Partie in Unterzahl beenden musste – ein nicht zu kompensierendes Ungleichgewicht. Bergkrug nutzte diese Schwächung konsequent aus und feierte am Ende ein glückliches 84:75.
KREISZEITUNG, 02.03.2011


Mit richtigem Rezept aus Konzept gebracht
Sykes Bezirksoberliga-Basketballer verlieren in Bergkrug mit 75:84 / Gäste am Ende nur noch zu viert

Mit ganzen sechs Aktiven sind die Bezirksoberliga-Basketballer des TuS Syke zum TV Bergkrug gereist. Lange Zeit hielt das Rumpf-Team dennoch gut mit und musste erst ganz zum Schluss den nachlassenden Kräften Tribut zollen. Weil Maik Bengs und Paul Bärwald nach dem jeweils fünften Foul nicht mehr mitspielen durften, standen in den letzten drei Minuten vier Syker fünf Bergkrugern gegenüber. Drei Minuten sind im Basketball einfach zu viel Zeit, und so büßte der TuS seine 68:62-Führung ein, verlor noch mit 75:84 (39:41) und stand am Ende mit leeren Händen da.

„Wenn wir zu fünft gewesen wären, hätten wir den Sieg nach Hause gebracht“, war sich Trainer Dejan Stojanovski, der seinen Mannen trotzdem ein großes Lob aussprach, sicher. „Das ist beachtlich, was die geleistet haben.“ Weniger gut zu sprechen war der ehrgeizige TuS-Coach dagegen auf die Akteure, die aus privaten Gründen oder wegen Urlaubs fehlten. „Ich habe einfach eine andere Einstellung zum Basketball, auch wenn ich verstehe, dass das ein Hobby ist.“ Der personelle Notstand habe sich schon während der Trainingseinheiten abgezeichnet, und Stojanovski meint, dass angesichts des sicheren Tabellenplatzes und der vorherigen vier Siege in Folge eine gewisse Nachlässigkeit ausgebrochen sei. Schließlich reiche es für den Aufstieg nicht, und den Abstieg hätten seine Syker auch schon vermieden. „Schade eigentlich, denn wir verkaufen uns unter Wert und laufen Gefahr, dass wir uns einiges kaputt machen“, so Stojanovski.

Angefangen hatte es aber gut für die Gäste, bei denen mit Paul Bärwald einer zum Einsatz kam, der ansonsten zumeist auf der Bank sitzt. Die Syker spielten gefällig nach vorne, hatten aber in einigen Szenen Pech, so dass die mit acht Akteuren ebenfalls eher spärlich besetzten Bergkruger zur Pause mit 41:39 vorne lagen. Im dritten Viertel aber legten die Syker zu und gingen ihrerseits Führung. 62:60 stand es jetzt für die Gäste. Besonders Center Patrick Weseloh tat sich in dieser Phase hervor, während Niklas Dettlof und Janis Neufeld mit nahezu traumwandlerischer Sicherheit ihre Körbe warfen. Auch Markus Finke leistete seinen Anteil, wogegen Maik Bengs einen schlechten Tag erwischte und im Schlussabschnitt wegen seines fünften Fouls hinausgestellt wurde. Auch Bärwald [hatte] schon vier Vergehen auf der Liste, als er einen schon sicher geglaubten Ball verlor und beim Rückholversuch seinen Gegner behinderte – das bedeutete auch für [ihn] den Ausschluss. Doch selbst die verbliebenen vier Syker hätten die Sensation fast geschafft. Doch der TVB fand das richtige Rezept, doppelte vor allem Neufeld und brachte Syke damit aus dem Konzept. „Unglaublich, dass wir gegen ein solches Team beide Spiele verlieren“, resümierte Stojanovski. „Aber damit muss ich lernen umzugehen.“
SYKER-KURIER, 02.03.2011

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