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1. Herren Spielbericht: MTV Stolzenau – TuS Syke

Nervenspiel mit gutem Ende
Syker Korbjäger bezwingen Stolzenau

Schwerer als erwartet hat sich Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke getan. Beim VfB Stolzenau gab es zwar den erwarteten Sieg, doch der fiel äußerst knapp aus – viel knapper als im Vorfeld erwartet. Die Syker mussten sogar in die Verlängerung, wo sie am Ende mit 70:67 (63:63, 50:47) die Oberhand behielten.

Hochdramatisch war es zugegangen in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit: Beim Stand von 63:63 foulte Sykes Niklas Dettlof zwei Sekunden vor der Schlusssirene den wurfbereiten Gegner. Die Folge: Zwei Freiwürfe für Stolzenau. Nach den vermeintlich sicheren Körben würde dem TuS nur noch eine Sekunde Zeit zu einen Gegenzug bleiben. Alles sprach jetzt für die Gastgeber. Doch der Stolzenauer Werfer hatte seine Nerven nicht im Griff und vergab gleich beide Möglichkeiten. „Da hatten wir unglaubliches Glück, beim zweiten Wurf hat er nicht einmal den Ring getroffen“, hatte Sykes Trainer Dejan Stojanovski beobachtet. […], dennoch stellte der Gäste-Coach erleichtert fest: „Da war klar, dass Stolzenau mit den Nerven am Ende ist und wir die Partie gewinnen.“ Und tatsächlich ließen die Syker in der Extra-Zeit nichts mehr anbrennen und fuhren den Sieg ein. Komplett überflüssig war allerdings, dass der VfB im letzten Viertel überhaupt noch einmal ins Spiel gefunden hatte. Denn die Syker hatten das dritte Drittel mit 18:12 für sich entschieden und führten im Schlussabschnitt mit 60:51. In den letzten fünf Minuten brachen die Syker aber komplett ein, dem TuS gelangen in fünf Minuten nur noch drei Zähler, so dass es überhaupt erst zur dramatischen Schlussphase kommen konnte. „Wir haben im Aufbau zu viele Bälle verloren“, monierte Dejan Stojanovski. „Janis Neufeld und Sebastian Heuer hatten ihre guten Szenen, haben aber in dieser Phase viel Pech gehabt und manchmal auch nicht clever genug agiert“, konkretisierte er.

In der ersten Spielhälfte liefen die Syker immer einem kleinen Rückstand hinterher und lagen zur Pause sogar mit 32:35 zurück. „Wir haben die Bälle nicht laufen lassen und uns selbst in Schwierigkeiten gebracht“, erklärte Stojanovski ein Problem, das die Syker im Laufe dieser Saison immer wieder ereilt hat. „Aber wir haben erstmals in der Verlängerung ein Spiel gewonnen, und das bringt uns auch weiter.“
Syker-Kurier, 16.02.2011


70:67 – Syke „duselt“ sich nach oben
Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke setzt Titelfavorit UBC Hannover weiterhin gewaltig unter Druck: Beim VfB Stolzenau triumphierten die Hachestädter knapp mit 70:67 (32:35) und übernahmen sogar die Tabellenführung. Einziger Schönheitsfehler: Syke hat bereits zwei Partien mehr hinter sich als Hannover.

Deshalb will TuS-Coach Dejan Stojanovski auch von etwaigen Titelträumen nichts wissen: „Wir haben drei Spiele mehr verloren als der UBC. Da wäre es vermessen, von der Meisterschaft zu reden.“ Zumindest über den nötigen „Meisterdusel“ scheinen die Syker aber bereits zu verfügen. Lange Zeit blieben die Gäste weit unter ihren Möglichkeiten und lagen zur Halbzeit auch folgerichtig mit 32:35 zurück. Im dritten Viertel besann sich der TuS dann zwar kurzzeitig auf seine Stärken und ging mit 50:47 in Führung, doch wirklich rund lief es bei den Hachestädtern nicht. Im Gegenteil: Durch individuelle Fehler gab Syke im letzten Abschnitt den Vorsprung wieder aus der Hand. Stolzenau hingegen erarbeitete sich durch konsequentes Pressing immer wieder Möglichkeiten und sah zwei Sekunden vor Schluss bereits wie der sichere Sieger aus. Beim Stand von 63:63 bekamen die Hausherren zwei Freiwürfe zugesprochen. Ein Treffer – und die Partie wäre entschieden gewesen. Doch Stolzenau zeigte Nerven, verballerte beide Freiwürfe und hatte in der Verlängerung nichts mehr zuzusetzen. So kamen die Syker zu einem 70:67-Erfolg, der ihre Titelträume am Leben erhält.
Kreiszeitung, 16.02.2011

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