Kategorien
2. Herren

2. Herren Spielbericht: TSV Bordenau – TuS Syke

Der Bärenexpress rollt weiter
Getreu dem Börsenmotto „the trend is your friend“ konnten auch die Basketballer aus Bordenau die Mannschaft der Stunde aus Syke nicht aufhalten. Mit einem nie gefährdeten 85:65 Auswärtssieg erhöhten die Bears ihren Siegeszug auf drei in Folge und können sich nun endlich aufmachen, die Teams der oberen Tabellenregion noch einmal ordentlich zu ärgern.

Das dieser „Trend“ aber auch mal schnell nach hinten losgehen kann bewiesen die Schiedsrichter des CVJM aus Hannover. Die Christlichen glänzten in erster Linie durch Abwesenheit, während die Syker ihrerseits kurz davor waren ihren Glauben zu verlieren. Liebe CVJMler, Werbung sieht anders aus. Ein umso größeres Lob an die Heimmannschaft aus Bordenau, die ihrerseits einen Schiedsrichter stellen konnten und welcher auch souverän durch das Spiel begleitete. Fangen wir aber bei Minute uno an…

Wie bereits im Spiel gegen die El Duderinos aus Linden kamen die Bears hochmotiviert aus der Kabine und konnten sich ihrerseits früh über 10:4 auf 17:9 absetzen. Leider schlichen sich nun erste Fehler im Reboundverhalten ein und Bordenau punktete immer wieder aus zweiten und dritten Wurfchancen. Während nun in der Offensive nicht mehr viel zusammen lief, konnten sich die Gastgeber zum Viertelende wieder auf 14:17 herankämpfen.

Die zweiten zehn Spielminuten offenbarten ihrerseits wiederum starke Ähnlichkeiten zur letzten Partie in Linden: die Syker drückten das Gaspedal bis zum Anschlag durch und machten keine Gefangenen. Flügelspieler Björn Hansemann zündete die interne Lachgaßeinspritzung und scorte nach Belieben. Selbst ein gut gefülltes Duracell-Häschen hätte in dieser Phase wohl den kürzeren gezogen. In der Verteidigung wurde weiterhin Beton angerührt und die nun errungenen Ballgewinne wurden nahezu zeitgleich in Zählbares umgewandelt. Weltklasse. Das zweite Viertel endete somit folgerichtig 30:13 für die Bärenbande aus der Hachestadt. Eine Vorentscheidung? Aber hallo!

Wie es sich für gute Gäste gehört schalteten die Syker nun ein paar Gänge runter und nahmen das Spiel auf die leichte Schulter. In der Verteidigung spielte man Fahnenstange, was sich schlussendlich als suboptimal herausstelle. Wobei: die Stangen nahmen dennoch zahlreiche Offensivfouls an. Ballhandling, Motorik und Athletik sind in der Bezirksklasse halt weiterhin knappe Güter. Wirklich spannender wurde dadurch das Spiel jedoch auch nicht: näher als 14 Punkte sollten die Gastgeber nicht mehr an die Bears herankommen.

In den letzten zehn Minuten der Partie behielten die Syker ihrer roten Faden in der Offensive und spielten nahezu jeden Angriff über die eigenen Centerspieler, die immer wieder zu leichten Punkten kamen. Dies lag in erster Linie an den starken Sykern, andererseits jedoch auch am bordenauer Center Siages, welcher bereits nach 15 Spielminuten mit dem fünften Foul auf der Bank platznehmen durfte. Warum er sich lautstark beim Schiedsrichter beschwerte bleibt sein Geheimnis: seine Spielweise macht jedem Berufsmetzger der Welt alle Ehre.

Umso erfreulicher jedoch die Aktionen der Syker Center, die sich von dieser harten Spielweise nicht anstecken liesen. Warum auch? Früh war abzusehen, das die Gastgeber an diesem Samstagabend nicht mehr viel zu melden hatten. Diese erkannten dies nun auch immer besser und hielten sich dann auch immer mehr mit dem sukzessiven anpöbeln der eigenen Spieler auf. Slapstick ist gar kein Ausdruck.

Nach 40 Spielminuten lagen sich dann aber die Syker in den Armen: 85:65. Der Trend ist weiterhin unser Freund.

Punkte: Stubbemann (28), Pflug (18), Hansefrau (17), Bobrink (11), Böwe (7), Franke (4), Speckmann, Döpkens