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2. Herren

2. Herren Spielbericht: Linden Dudes – TuS Syke

Auswärtserfolg bei den Dudes
„Ich bin nicht Mr. Lebowski, Sie sind Mr. Lebowski. Ich bin der Dude. Und so sollten Sie mich auch nennen, ist das klar? Entweder so oder Seine Dudeheit oder Duder oder auch El Duderino, falls Ihnen das mit den Kurznamen nicht so liegt.“

Der Film „the Big Lebowski“ ist ein zeitloser Klassiker. Die Gebrüder Coen haben sicherlich wenig später noch den ein oder anderen Oscar prämierten Film auf die Leinwände gezaubert, das eigentliche Meisterwerk wurde jedoch 1998 präsentiert: die Geschichte um den Alt-Hippie Jeffrey Lebowski, welcher sich selbst nur „der Dude“ nennt. Es wird an dieser Stelle niemanden wundern, das die Syker Herrenvertretung die Auswärtsreise in den hannoveraner Stadtteil mit einer gehörigen Portion Respekt antrat, ging es doch gegen die Linden Dudes.

Nach einigen zeitlichen Verzögerungen zu Spielbeginn legten die Syker los wie die Feuerwehr: Punkt um Punkt, Rebound um Rebound, konnten sich die Akteure der Gäste immer weiter von den Dudes absetzen. Folgerichtig stand es bereits nach sechs gespielten Minuten 12:2 für die Syker. Leider fand damit auch der Schlendrian ins Spiel der Beers und somit gewann man den ersten Spielabschnitt „nur“ mit 11:14. Während die Gastgeber nun einen kompletten Einbruch der Syker vermuteten, schalteten diese jedoch direkt einen Gang höher: die Würfe von außen fielen, Freiwürfe wurden verwandelt und es wurde wieder ordentlich gemeckert. Warum auch nicht? Gerade gegen eine solche Truppe soll es einem ja auch nie langweilig werden. Dennoch kassierten die Syker lediglich 11 Punkte in den zweiten 10 Spielminuten und konnten sich somit leicht auf 34:22 zur Halbzeit absetzen. Wie laut es nun in der Kabine der Gastgeber hergegangen sein musste, konnte nur „leise“ erahnt werden. Gemunkelt wird jedoch, das die 292 „Fucks“, welche im Originalfilm zu hören sind, nicht übertroffen werden konnten.

Das dritte Viertel, quasi die Achillesverse der Altherrentruppe, begann beitseitig sehr nervös. Fehlwürfe, Ballverluste, Meckerei: der Motor lief auch Hochtouren. Es waren dennoch die Syker die nun jedoch endgültig ihren Rhythmus fanden. Flügelspieler Christian Stubbemann entschied endlich, das getroffene Würfe dem eigentlichen Spielsinn mehr entsprechen und sammelte Punkt um Punkt, während Neu-Alt-Spieler Marcel Pflug unter den Körben für Ruhe sorgte. Allgemein: die Arbeit an den Brettern, sowohl offensiv wie defensiv, war à la bonne heure. Folgerichtig war das Spiel bereits nach 30min beim Stand von 61:29 entschieden. Ob die Dudes den ein oder anderen „white russian“ zu viel intus hatten ist fraglich: unwiderruflich war aber die immense Leistungssteigerung der Beers. Die letzten zehn Minuten werden an dieser Stelle einfach ausgeblendet. Die Gastakteure sahen in der eigenen Laufbereitschaft keine absolute Notwendigkeit und es wurde oftmals einfach „vorne geparkt“, getreu dem Motto: irgendwann kommt der Ball schon zurück und dann steh` ich gut.

Respekt an dieser Stelle auch an die Gastgeber: trotz des hohen Rückstandes gab man sich nie wirklich auf und gewann somit die letzten Spielminuten mit 23:13 recht deutlich. Beim Endstand von 74:52 für die Gäste durfte jedoch nur eine Mannschaft jubeln.

Stats: Stubbemann (36 Punkte/6 Dreier), Pflug (14), Bobrink (8), Hansemann (4), Franke (4), Sander (3), Döpkens (3), Böwe (2).