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1. Herren Spielbericht: TuS Syke – UBC Hannover

Syker Basketballer überzeugen von Anfang bis Ende
Bezirksoberligist zeigt gegen den UBC Hannover seine bis dato beste Saisonleistung / Hochverdienter 85:72-Erfolg

Rhythmisches Klatschen begleitete den letzten Freiwurf des UBC Hannover. Doch der Applaus des Publikums in der Syker BBS-Arena galt nicht dem gegnerischen Werfer, sondern dem eigenen Team. Denn die Spielzeit war praktisch vorbei, und der letzte Punkt des Gastes deshalb völlig unbedeutend für den 85:72 (43:33)-Erfolg des TuS Syke in der Basketball-Bezirksoberliga.

Der Erfolg war befreiend nach einigen nicht so guten Partien im November und Dezember und überraschend, weil der UBC Hannover bis dato alle seine sechs Partien gewonnen hatte und dabei eine bemerkenswert positive Punktebilanz von 160 erzielte. „Es war unser bestes Spiel“, lobte Sykes Trainer Dejan Stojanovski denn auch, der ansonsten nicht gerade für Jubelarien bekannt ist. Doch die Syker boten eine souveräne erste Hälfte, ein überragendes drittes Drittel und zeigten im Schlussabschnitt Ruhe, Moral und mentale Stärke.

Denn der sichere Vorsprung von 66:44 schrumpfte schnell auf ein 70:61 – im Basketball bei fünf Minuten Restspielzeit nicht mehr als ein Wimpernschlag. Zudem hatten die Syker schon fünf Mannschaftsfouls begangen, so dass jedes weitere Vergehen mit einem Freiwurf und damit mit der Gefahr von weiteren Gegenpunkten geahndet worden wäre. „Aber wir haben uns nicht beeindrucken lassen“, stellte Stojanovski zufrieden fest. Sebastian Heuer erhöhte in dieser entscheidenden Phase auf 75:63, wodurch der UBC so frustriert war, dass ein groß gewachsene Akteur dem körperlich unterlegenen Syker Janis Neufeld einen bösen Stoß versetzte und gleichzeitig von der Gäste-Bank eine volle Wasserflasche durch die Halle geschossen wurde. Doch dank der souveränen und konsequenten [Schiedsrichter aus Hoya] blieb das Geschehen insgesamt fair und in geordneten Bahnen. Der UBC kam noch mal auf neun Punkte heran, doch zwei Minuten vor der Schlusssirene zogen die Syker mit 81:69 endgültig davon.

„Wir haben sofort den Angriff gefahren und dabei auch überlegt gespielt“, nannte Stojanovski eines der Erfolgsrezepte. Zudem teilten sich die Syker ihre Kräfte bestens ein. Anders, als in den Wochen zuvor, hielt der Aufsteiger nach einer tollen Anfangsphase die Konzentration hoch. Der spürbar überraschte und konditionell unterlegene Gast wurde im dritten Drittel nahezu in seine Einzelteile zerlegt. Heuer, Neufeld, Niklas Dettlof und Marten Kalus warfen ein 60:38 heraus. Vor allem Kalus fiel nicht nur wegen seiner neongelben Schuhsohlen auf. „Er hat endlich mal gelöst gespielt und das umgesetzt, was er kann“, sagte der 31-jährige Coach über seinen auffälligsten Akteur. Stojanovski freute sich über die Intensität, mit der sein Team zu Werke ging: „Genau das habe ich gefordert, und mit einer solchen Leistung brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken“, schlussfolgert er.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Syker Kurier Seite: 6 Datum: 11.01.2011

Stojanovski treibt Syke zum Coup über Hannover

Was für ein Start ins neue Jahr für Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke. Mit 85:72 (43:33) rangen die Hachestädter den zuvor ungeschlagenen Titelanwärter UBC Hannover nieder. In derartiger Verfassung brauchen sie sich um den Klassenerhalt keine Sorgen zu machen. „Das war die richtige Reaktion auf meine harsche Kritik vor der Winterpause. Endlich haben wir mal genau so gespielt, wie ich es mir vorstelle. In dieser Form können wir gegen jede Mannschaft bestehen“, freute sich TuS-Coach Dejan Stojanovski über die überzeugende Vorstellung seines Teams.

Offenbar hatte Stojanovski mit seiner Generalkritik beim Team den richtigen Nerv getroffen. Syke präsentierte sich von Beginn an wie verwandelt und ließ die favorisierten Hannoveraner nie zur Entfaltung kommen. Insbesondere die Abwehr zeigte sich hellwach, so dass die Angriffsbemühungen der Gäste zumeist wirkungslos verpufften. Aber nicht nur die Deckung überzeugte, auch im Angriff agierten die Rot-Weißen wie aus einem Guss. Endlich einmal lastete die Hauptverantwortung nicht auf den Schultern von Topscorer Niklas Dettlof, sondern wurde auf mehrere Akteure verteilt. Derart schwer auszurechnen, warf Syke bereits zur Halbzeit einen komfortablen Vorsprung (43:33) heraus. Und es kam sogar noch besser: Sage und schreibe 66:44 stand es nach dem dritten Viertel, womit der Drops gelutscht war. Der Rest war Formsache. Abgeklärt spielten die Hachestädter die Zeit herunter und feierten am Ende einen ungefährdeten 85:72-Erfolg.

Quelle: Kreiszeitung vom 11.01.2011

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