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Bei Sykes Baskeballern flutscht es

Trainer Dejan Stojanovski führt Mannschaften nach zwei Aufstiegen in die Bezirksoberliga / Jetzt zählt nur der Klassenverbleib

Keine Frage – Basketball boomt derzeit beim TuS Syke. Während andere Sparten ihren eigenen Ansprüchen überwiegend hinterher hinken, eilen die Basketballer von Erfolg zu Erfolg. Insbesondere bei der ersten Herren flutscht es seit längerer Zeit richtig gut.

Eigentlich auch kein Wunder. Schließlich steht bei den Rot-Weißen in Dejan Stojanovski ein Coach an der Seitenlinie, der selbst schon bei den renommierten „Eisbären Bremerhaven“ aktiv war. Seitdem der 31-Jährige vor zwei Jahren in der Hachestadt das Ruder übernommen hat, reiht sich beim TuS eine Siegesserie an die andere. Dabei kam Stojanovski zum Syker Trainerjob wie die Jungfrau zum Kinde. „Mein ehemaliger Mitspieler Christopher Hupe hat mir erzählt, dass beim TuS etwas entsteht. Da habe ich es mir mal angeschaut und war angenehm überrascht. Der Syker Förderein hatte bereits einiges auf die Beine gestellt. Meine Zusage fiel mir so sehr leicht“, erinnert sich Stojanovski an die Anfänge der TuS-Erfolgsstory.

Obwohl Syke mit einer Niederlage in die Bezirksklasse startete, kristallisierte sich schnell ein echtes Gewinnerteam heraus. Und das Schöne: Beim TuS spielen nur „Syker Jungs“. Ob nun Topscorer Niklas Dettlof, Spielmacher Janis Neufeld, Abwehrchef Sebastian Heuer oder Flügelcenter Markus Finke – alle Leistungsträger entstammen der eigenen Jugend und kennen sich seit Jahren. So war der Erfolg für diese verschworene Gemeinschaft vorprogrammiert. Souverän schnappte sich die blutjunge Truppe den Bezirksklassentitel (nur das erste Spiel ging verloren!) und sorgte auch eine Spielklasse höher für Furore. Trotz zwei Schlappen zu Beginn blieb Syke am Ball und erzwang am letzten Spieltag ein „Endspiel“ beim Hauptkonkurrenten aus Langenhagen. Aufgrund des direkten Vergleiches musste der TuS in der Höhle des Löwen mit mindestens drei Punkten Vorsprung gewinnen. Eine schwere Hypothek – doch die Hachestädter machten das Unmögliche möglich und hatten am Ende satte neun Punkte mehr auf dem Konto als Langenhagen. Der zweite Aufstieg in Folge und damit der Sprung in die Bezirksoberliga war perfekt. Zudem qualifizierte sich Syke noch für den Landespokal – was für eine erfolgreiche Saison.

Doch wie es halt bei jungen Mannschaften so ist, irgendwann treten Leistungsschwankungen auf. Zu häufig verschenkten die Rot-Weißen in der Bezirksoberliga schon sicher geglaubte Siege und finden sich folgerichtig momentan im unteren Drittel wieder. Für Stojanovski indes nur eine Momentaufnahme: „In dieser Saison zählt nur der Klassenverbleib. Nächstes Jahr probieren wir dann den nächsten Schritt.“ Das Potenzial hierfür ist zweifellos vorhanden, was das hauchdünne Erstrunden-Aus im Landespokal gegen Oberliga-Spitzenreiter MTV Salzdahlum belegt. Und da auch die Syker U 18 ungeschlagen die Bezirksoberliga anführt, braucht man sich angesichts der Fülle von Talenten um die Zukunft des Syker Basketballs ohnehin keine Sorgen zu machen.

Quelle: Kreiszeitung, 22.12.2010 | Sportlerwahl 2010