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1. Herren Spielbericht: TuS Syke – MTV Salzdahlum (NBV-Pokal)

Aufwühlende Partie mit undankbarem Ende
Basketballer des TuS Syke scheitern im Landespokal denkbar knapp an klassenhöheren Salzdahlumern

„Vielleicht hätte ich gleich wieder nach Hause fahren sollen“, schmunzelte Dejan Stojanovski. Denn als der Trainer die BBS-Arena betrat, führte sein Team mit 30:18. Wohlgemerkt, die gerade in die Bezirksoberliga aufgestiegenen Basketballer des TuS Syke führten im Landespokal gegen das Spitzenteam der Oberliga, den MTV Salzdahlum. Bis zur Halbzeit verkürzten die Gäste auf 29:36, um am Ende mit 68:67 die Oberhand zu behalten und mit einem blauen Auge in die Heimat nahe Wolfenbüttel zu reisen.

„Es hat heute die falsche Mannschaft gewonnen“, gab MTV-Coach Jens Bornträger zu. „Wir dürfen einfach nicht so spielen.“ Stojanovski war spürbar aufgewühlt. Das lag zum einen an der spannenden und knappen und letztlich für Syke unglücklichen Schlussphase. Zum anderen hatte er unmittelbar vor dem Duell seiner Syker als aktiver Spieler des Regionalligisten Rotenburger SV das Punktspiel gegen Westerstede gewonnen. Diese Partie hatte aber mit Verspätung begonnen, weswegen Stojanovski zu spät zu seinen Jungs gekommen war. Die hatten in der Anfangsphase den überraschten und etwas nachlässigen Gegner dominiert, führten zeitweise sogar mit 16 Punkten und nach dem ersten Viertel mit 23:9.

Die knapp 60 Besucher in der Arena trauten ihren Augen kaum, denn selbst mit fortlaufender Spielzeit hielt der TuS Syke dagegen und blieb vor dem Schlussviertel mit 52:49 in Front. Auf 61:56 und 63:58 baute Syke den Vorsprung sogar aus, doch die noch bevorstehenden zweieinhalb Minuten sind im Basketball eine Ewigkeit. Und während der MTV Salzdahlum seine wenigen Angriffe zielsicher im Korb versenkte, machten die Syker aus ihren deutlich mehr Angriffen zu wenig. Markus Finke und Roman Augsburger kamen zwar zu einer ordentlichen Ausbeute, „aber man muss eben auch die entscheidenden Punkte machen“, kommentierte Stojanovski. Und so kam es eben auf solche Kleinigkeiten an, als zum Beispiel Janis Neufeld und Niklas Dettlof jeweils nur einen von zwei Freiwürfen verwandelten. Dabei hatte Dettlof gerade noch das 66:63 markiert. 33 Sekunden zeigte die Uhr da noch an. Und wieder einmal waren die Syker nicht clever genug. Denn während die Salzdahlumer mit regelmäßigen Blicken auf die rote Digitalanzeige in aller Ruhe den letzten Angriff fuhren, bekamen die Syker nicht den Rebound und machten erst drei Sekunden vor dem Ende das Foul. „Wir müssen da früher an den Ball kommen, aber wir sind zu spät dazwischen gegangen“, monierte Stojanovski.

Insgesamt aber war das Ausscheiden aus dem Pokal weder für ihn noch für sein Team ein Beinbruch: „Aber wir hätten uns belohnen können, wenn wir in der nächsten Runde gegen einen Regionalligisten hätten spielen dürfen.“ Ein solcher, und damit wohl auch das Ende der Pokalträume, wartet nun auf den MTV Salzdahlum: „Insgesamt war das nichts. Und dass uns einige Leute gefehlt haben, war heute keine Entschuldigung“, sagte Bornträger. Schließlich hatte auch Kollege Stojanovski nur sieben einsatzbereite Akteure dabei gehabt.
Quelle: SYKER-KURIER, 24.11.2010, Karsten Bödeker


Sykes Korbjäger verpassen Sensation
Im NBV-Pokal nur 67:68 gegen Oberligisten Salzdahlum verloren

Raus mit Applaus. Trotz einer bärenstarken Leistung zog Basketball-Bezirksoberligist TuS Syke im NBV-Pokal gegen Oberliga-Spitzenreiter MTV Salzdahlum mit 67:68 (36:29) den Kürzeren und verpasste eine faustdicke Überraschung nur hauchdünn.

Kein Wunder also, dass TuS-Coach Dejan Stojanovski nach dem Match verbale Streicheleinheiten an sein Team verteilte: „Eine super Vorstellung. Am Ende haben wirklich nur Kleinigkeiten zum Sieg gefehlt.“ Dabei sprach im Vorfeld wenig für die Syker. Gerade einmal acht Akteure standen Stojanovski zur Verfügung, so dass taktische Wechsel praktisch unmöglich waren. Zu allem Überfluss traf der Syker Trainer aufgrund eines eigenen Spiels für die BG 89 Rotenburg (2. Regionalliga) erst kurz vor der Halbzeit ein und rieb sich ob des sensationellen Zwischenstandes von 30:18 für Syke verwundert die Augen. „Ich hab die Jungs gefragt, ob ich wieder gehen soll“, scherzte Stojanovski – musste dann aber miterleben wie Salzdahlum bis zur Pause auf 29:36 verkürzte.

Immer noch ein schönes Polster, doch dies schmolz im weiteren Spielverlauf beträchtlich zusammen. Trotzdem lagen die Rot-Weißen auch im letzten Viertel bis kurz vor Schluss durchgehend in Front, ehe einige unüberlegte Angriffe Salzdahlum erstmalig die Führung ermöglichten. Diesen Vorsprung rettete die ausgebuffte Oberliga-Truppe dann auch routiniert ins Ziel, so dass Sykes aufopferungsvoller Kampf am Ende unbelohnt blieb.
Quelle: KREISZEITUNG, 25.11.2010

Scoring: Neufeld (20), Dettlof (18), Augsburger (13), Finke (12), Bäuning (2), Weseloh (2), Bilalli, Salame