Eine frühzeitige Erkenntnis

Basketball: Ex-Drittligaspieler Dejan Stojanovski feiert in Syke als Trainer Erfolge

Syke. „BBS-Arena“ haben die Basketballer des TuS Syke ihre Spielstätte, die Sporthalle der Berufsbilden Schulen, scherzhaft genannt. Und tatsächlich kam beim letzten Saisonspiel der Korbjäger gegen den TSV Luthe richtige Arena-Stimmung auf. Mehr als 50 Fans saßen – mangels Tribünen – dicht am Spielfeldrand, viele von ihnen trugen Schals und Trikots der Syke Bears.

Hallensprecher Mirko Kruslin rief die Namen der einzelnen Spieler auf, die, angefeuert von den Cheerleadern „Mini Elements“ des SC Weyhe, erst gesondert das Spielfeld betraten, um dann den TSV Luthe mit 82:56 von besagtem wegzufegen. Damit war die Meisterschaft aufgrund des besseren [Korbverhältnisses] gegenüber SW Garbsen unter Dach und Fach. Das junge Syker Team spielt in der neuen Saison in der Bezirksliga.

Mit auf Korbjagd ging diesmal auch Trainer Dejan Stojanovski, der maßgeblichen Anteil am Erfolg hat. „Wir haben auf den Aufstieg hin gearbeitet, denn nach ein paar Saisonspielen konnte ich schon erkennen, dass wir das schaffen können“, erklärte der Coach, der sein Team in der Regel dreimal pro Woche zum Training rief. Fast schon Regionalliganiveau sei das von der Häufigkeit her – und damit kennt sich Dejan Stojanovski aus. Schließlich war der 29-Jährige bei mehren Bremer Vereinen in dieser dritthöchsten Spielklasse aktiv. Vor zehn Jahren steig er mit den Eisbären Bremerhaven sogar in die 2. Liga auf. „Ich bin aber nach dem Aufstieg wieder zum TSV Lesum gegangen, echte Zweitligaerfahrung habe ich nicht“, schmunzelt Stojanovski. Doch ob dritte oder zweite Liga, seine Karriere kann sich so oder so sehen lassen, und für die Syker ist er ein Glücksgriff, wie Spartenleiter Stefan Körner betont. „Hier wird im Umfeld tolle Arbeit geleistet, das ist für mich ein Anreiz“, kommentiert Dejan

Stojanovski, warum er trotz seiner sportlichen Meriten in einer unteren Klasse arbeitet.

Außerdem wolle er mehr Zeit für seine bald vierköpfige Familie aufwenden und als Trainer weitere Erfahrungen sammeln. Ob er dauerhaft in Syke bleibt, stehe in den Sternen, so Stojanowski, für die neue Saison hat er aber bereits seine Zusage geben. Aber: Wie kommt ein so erfahrene Basketballer nach Syke, wo die Sparte gerade erst dabei ist, die erfolgreiche Jugendarbeit in den Herrenbereich zu überführen? Dejan Stojanovski spielte bis vor einem Jahr in Vechta in der Regionalliga – gemeinsam mit Christopher Hupe. Der absolvierte gerade sein freiwilliges soziales Jahr beim TuS Syke und lotste den an den Folgen einer langwierigen Verletzung laborierenden Dejan Stojanovski zum Klub. Und diese Zusammenarbeit trug alsbald Früchte. „In der neuen Liga wird das schwerer, ich hoffe, dass ich noch ein, zwei erfahrene Akteure nach Syke holen kann. Denn mein Team ist zwar talentiert, aber eben noch sehr jung.“

Das Spiel gegen den TSV Luthe war von Beginn an ein Schaulaufen. Schon in der ersten Halbzeit wurden die Syker ihrer Favoritenrolle gerecht und spielten mit vielen Fastbreaks eine deutliche Führung heraus.

In der zweiten Halbzeit schalteten die Hausherren einen Gang herunter, wechselten munter durch, so dass jeder Akteur zum Einsatz kam. Luthes Centerspieler wurde über weite Strecken kontrolliert und kam selten zum Abschluss. Syker gewann sicher und verdient.